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Christina Allmeling züchtet mexikanische Axolotl

Röhrse Christina Allmeling züchtet mexikanische Axolotl

Für immer jung! „Für Axolotl trifft dies zu Dreiviertel zu“, sagt Christina Allmeling. Die Tiere werden nämlich niemals erwachsen. Ein Gendefekt sorgt dafür, dass sie im jugendlichen Larvenstadium bleiben.

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Fan und Züchterin: Christina Allmeling betreut auch die Axolotlzucht in der Medizinischen Hochschule in Hannover.

Quelle: cb

Röhrse. Die aus Mexiko stammenden Axolotl durchleben im Gegensatz zu heimischen Molcharten keine Metamorphose und verbringen ihr gesamtes Leben im Wasser. Sie eignen sich daher ausgezeichnet zur Haltung im Aquarium und erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. „Sie sind pflegeleicht und im Gegensatz zu Fischen erkennen sie ihre Pfleger und können um Nahrung betteln“, sagt Allmeling. „Durch die hochgezogenen Mundwinkel haben sie ein freundliches Gesicht, als würden sie dauernd lächeln.“

Schon als Kind hat sich die 46-Jährige „für die kaltblütige Fraktion“ der Amphibien interessiert. Axolotl züchtet sie seit 2002. Als medizinisch-technische Assistentin betreut Allmeling die Axolotlzucht in der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), wo sie im Labor für plastische Hand- und Wiederherstellungs-Chirurgie arbeitet. Seinerzeit nahm sie ein Männchen und ein Weibchen mit nach Hause. Die Stammeltern ihrer Axolotl-Familie, Tigermädchen und Snappy, leben heute noch bei ihr.

Die Amphibien sind weit mehr als nur possierliche Tierchen. Axolotl haben die Fähigkeit, abgebissene Gliedmaßen und sogar Organe zu regenerieren. Deshalb sind sie wissenschaftlich sehr interessant: „Wir versuchen, diesen Vorgang zu verstehen und herauszufinden, welches Gen dafür zuständig ist“, erläutert Allmeling.

Die Tiere haben aber auch therapeutische Qualitäten. Kinder mit Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung werden ruhiger. „Im sächsischen Plauen werden sie sogar bei autistischen Kindern eingesetzt. Diese setzen sich vor das Aquarium, reden mit dem Axolotl oder werden beim Wasserwechsel und Füttern aktiv.“ Auch in Kindergärten sind die Tiere willkommen, „dort wird der Axolotl wegen seinem freundlichen Äußeren schnell mal zum Tröstelotl“.

jti

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