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Chefärztin klagte gegen Klinikum: Zwei Abmahnungen sind ungültig

Menschen vor Gericht Chefärztin klagte gegen Klinikum: Zwei Abmahnungen sind ungültig

Das Klinikum Peine muss zwei Abmahnungen aus der Personalakte einer Chefärztin tilgen. Das hat gestern die 6. Kammer des Arbeitsgerichts Braunschweig entschieden.

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Klinikum Peine: Eine Chefärztin gewann ihren Prozess.

Quelle: oh

Braunschweig . Die Klinik hatte der Ärztin unter anderem vorgeworfen, sie habe die Infektion eines Patienten mit gefährlichen Darmbakterien nicht vorschriftsmäßig gemeldet. Der Mann war im Krankenhaus gestorben – allerdings nicht an den Folgen der Ansteckung: „Schon Tage vor seinem Tod war die Infektion ausgeheilt.

Deshalb bestand keine Meldepflicht“, meinte der Anwalt der Klägerin. Auch im zweiten Fall habe seine Mandantin korrekt gehandelt. Sie habe zwar verhindert, dass während ihrer Abwesenheit ein anderer Arzt Notfalluntersuchungen im Herzkatheter-Labor vornehme. Das sei aber nur geschehen, weil keiner der zu jener Zeit auf der Station tätigen Mediziner über die nötige Qualifikation verfügte.

Die Arbeitgeberseite beharrte auf ihrer Position und sah keinen Spielraum für eine Einigung. Das Gericht schloss sich schließlich der Auffassung der Klägerin an.

Auch ohne richterliche Entscheidung war die Medizinerin in zwei weiteren Fällen erfolgreich. Das Klinikum stimmte ihrer Forderung auf Nachzahlung von rund 15 000 Euro zu. Es verpflichtete sich, der Klägerin die Abrechnungsunterlagen für die von ihr in den vergangenen drei Jahren vorgenommenen Behandlungen und Begutachtungen von Privatpatienten zur Einsicht zu überlassen.

jkr

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