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Stadt Peine Chaotische Silvester-Nacht: Rakete verletzt Kind
Stadt Peine Chaotische Silvester-Nacht: Rakete verletzt Kind
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18:30 01.01.2019
Die Peiner Polizei musste an Silvester oft ausrücken. Quelle: Archiv
Peine

Ein durch eine Rakete verletztes Kind, brennende Mülltonnen, Vandalismus, bewaffnete Schlägereien - im Kreis Peine kam es in der Silvesternacht zu zahlreichen Polizeieinsätzen. Ein Überblick.

Ein sechsjähriger Junge wurde Neujahr gegen 1 Uhr in Vechelde durch eine Silvesterrakete am Bauch verletzt. „Der Junge hielt sich zum Zeitpunkt des Vorfalls in einer Wohnung an der Hildesheimer Straße auf, dessen Balkontür einen Spalt offen stand, als plötzlich eine kleine rötliche Kugel eines Silvesterfeuerwerks in die Wohnung geflogen kam und den Jungen am Körper traf“, schildert Polizei-Sprecher Peter Rathai. „Hierdurch erlitt der Junge Brandverletzungen am Bauch und wurde mit einem Rettungswagen zur ärztlichen Behandlung ins Krankenhaus eingeliefert. Der Verursacher konnte bisher noch nicht ermittelt werden.“

Prügelei in Vechelde, Messerattacke in Peine

In der Nacht zum Neuen Jahr kam es gegen 1.45 Uhr in Vechelde, Burgstraße, an der dortigen Bushaltestelle, zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Personengruppen. Nachdem sich die Beteiligten (mindestens 7 Personen) zunächst verbal provoziert hatten, schlugen die Personen heftig aufeinander ein, so dass drei der beteiligten Personen verletzt wurden.

Zu einer weiteren Schlägerei zwischen acht Personen kam es gegen 3.20 Uhr in Peine, an der Einmündung Kleine Schützenstraße/Kantstraße, bei der zwei der Beteiligten verletzt worden sind. „Nach bisherigen Erkenntnissen waren vier der Beteiligten nach einer Feier im Schützenhaus auf die Straße gegangen, um dort auf ein Taxi zu warten. Hier wurden sie dann von einer Gruppe von ebenfalls vier Personen angesprochen. Im weiteren Verlauf kam es nach zunächst verbalen Streitigkeiten zu handgreiflichen Auseinandersetzungen, wobei die genauen Hintergründe bisher noch nicht geklärt werden konnten“, schildert Rathai. „Hierbei wurde einer der Wartenden mit der Faust ins Gesicht geschlagen und am Boden liegend mehrfach getreten. Dabei verlor der 26-Jährige einen Schneidezahn. Außerdem soll auch ein Messer im Spiel gewesen sein, durch das ein 25-jähriger Begleiter an der Hand verletzt worden ist.“ Die Gruppe der Hinzukommenden, bei denen es sich um vier südländisch aussehende Personen gehandelt haben soll, entfernten sich anschließend unerkannt in Richtung Werderstraße. Die Personen sollen alle ein Basecap getragen und drei der Flüchtigen sollen einen Bart gehabt haben. Zeugen, die den Vorfall beobachteten, werden gebeten, sich mit der Polizei in Peine, Telefon 05171/999-0 in Verbindung zu setzen.

Einbruch in Klein Lafferde und brennende Mülltonnen

An Silvester wurde in der Zeit zwischen 16.30 Uhr und 23.30 Uhr in Klein Lafferde, in der Straße Waldblick, in ein dortiges Einfamilienhaus eingebrochen. Der oder die Täter gelangten über ein Fenster in das Haus und entwendeten, nachdem sie das Haus durchsucht hatten, Bargeld. Die Gesamtschadenshöhe liegt bei etwa 1300 Euro.

Fünf Mülltonnen wurden von Unbekannten in der Nacht zum neuen Jahr gegen 2.35 Uhr in der Waldenburger Straße in Peine in Brand gesetzt. Die Behältnisse wurden vollständig zerstört, mehrere Holzelemente der Umrandung wurden durch das Feuer in Mitleidenschaft gezogen. Die Feuerwehr konnte das Feuer löschen. Es entstand ein Schaden von etwa 1500 Euro. Auch in Lengede konnte die herbeigerufene Feuerwehr zwei Thuja-Bäume löschen, die am Silvesterabend gegen 21.30 Uhr im Gärtlingsweg durch umherfliegende Böller in Brand geraten waren.

Böller setzt Auto in Brand

Ähnliches Bild in Edemissen: Dort wurde im Meinerser Weg die Motorschutzmatte eines dort abgestellten Audis durch einen umherfliegenden Böller aus einer Böllerbatterie in Brand gesetzt. Eine 19-Jährige hatte die 16-Schuss-Batterie entzündet und auf dem Gehweg abgestellt. „Einer dieser Böller flog unter den Wagen und setzte hier die Schutzmatte des Autos in Brand“, so Rathai. „Der Fahrzeughalter konnte das Feuer mit einem Feuerlöscher rechtzeitig löschen, so dass kein größerer Schaden entstanden ist.“

Am Neujahrstag, gegen 9.10 Uhr, wurde in der Braunschweiger Straße in Peine in eine dortige Gaststätte eingebrochen. „Der bislang unbekannte Täter hebelte ein Fenster zu den WC-Räumen auf und gelangte so in die Räumlichkeiten der Gaststätte“, schildert Rathai. „Dort brach er mehrere Spiel-Automaten auf und entwendete eine bislang unbekannte Menge Bargeld.“ Der Einbrecher wurde allerdings vom Gaststättenbetreiber auf frischer tat ertappt, der Unbekannte flüchtete daraufhin unter Vorhalt eines Messers unerkannt vom Tatort. Eine sofortige Fahndung verlief ohne Erfolg.

Vandalismus an 16 Autos in Peine

In der Nacht zu Neujahr wurde in Peine auf dem Echternplatz bei einer dort ansässigen Bank eine Fensterscheibe von bisher unbekannten Tätern eingeworfen. Außerdem wurden auf dem Eulenring sechs Autos beschädigt. Der oder die Täter hatten an den Fahrzeugen den Lack auf der gesamten Fläche zerkratzt. „Bis zum frühen Nachmittag wurden bei der Polizei weitere zehn Anzeigen von Fahrzeughaltern erstattet, deren Wagen ebenfalls beschädigt worden waren“, gibt der Polizei-Sprecher an. Betroffen waren auch Autos, die in der Hegel- und Hans-Böckler-Straße abgestellt waren. Unter den 16 Fahrzeugen befanden sich auch vier Fahrzeuge, an denen die Reifen zerstochen worden sind.

Zweimal wurden bei der Polizei am Neujahrsmorgen Sachbeschädigungen durch Böller angezeigt, bei den jeweils Briefkästen betroffen waren. In beiden Fällen hatten unbekannte Täter in Peine Am Amthof und im Schlesienweg pyrotechnische Gegenstände in die Briefkästen geworfen und sie dabei beschädigt. Außerdem beschädigte Am Neujahrsmorgen gegen 2.25 Uhr ein bislang unbekannter Täter einen in der Rilkestraße in Vöhrum aufgestellten Zigarettenautomaten durch einen Feuerwerkskörper. Als eine Zeugin den Unbekannten daraufhin ansprach, flüchtete dieser zusammen mit seinen zwei ebenfalls unbekannten Begleitern in Richtung Kötherkamp. Eine sofort eingeleitete Fahndung der Polizei nach den Personen verlief ohne Erfolg.

Von Janine Kluge

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