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Stadt Peine So soll das Mälzerei-Gelände der Zukunft aussehen
Stadt Peine So soll das Mälzerei-Gelände der Zukunft aussehen
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00:20 06.12.2018
Auf dem Gelände  der ehemaligen Mäzerei Langkopf sollen Pflegeeinrichtungen und eine Kindertagesstätte entstehen. Quelle: Antje Ehlers
Peine

Nun ist es raus: Auf dem ehemaligen Gelände der Mälzerei Langkopf zwischen der Braunschweiger Straße und dem Friedrich-Ebert-Platz in Peine sollen Pflegeeinrichtungen entstehen. Über die dazu erforderliche Aufstellung eine Bebauungsplans soll im Ausschuss für Planung und öffentliche Sicherheit der Stadt Peine in seiner nächsten Sitzung am 12. Dezember entschieden werden.

Damit möchte die Stadt dem integrierten Stadtentwicklungskonzept 2025 (ISEK) folgen. Demzufolge sollen in der Innenstadt ehemalige Gewerbestandorte durch Wohnbebauung und Dienstleistungsangebote neu genutzt werden.

Unterschiedliche Modellvarianten entwickelt

„Für diese Flächen sieht das ISEK – aufgrund der Lage und Vorprägung – ein hohes Nachverdichtungspotenzial. Für die Mälzerei Langkopf wurden bereits unterschiedliche Modellvarianten entwickelt, in deren Ergebnis eine randständige Bebauung mit klarer Raumbildung der Gebäude entlang der umliegenden Straßen favorisiert wurde“, heißt es in der Anlage zur Beschlussvorlage.

Und weiter: „Die Fortschreibung 2012 des Innenstadtkonzeptes sowie der Sanierungsrahmenplan Südstadt sehen ebenfalls für das Gelände eine Baulückenschließung und Randbebauung zu den angrenzenden Straßen Friedrich-Ebert-Platz, Neue Straße und Braunschweiger Straße vor. Zusätzlich wird die Bahnhofstraße als wichtige Verbindung für den Fußgänger und Radfahrer definiert. Gleichfalls soll eine Stärkung der Fußgänger- und Radfahrerverbindung südlich des Haltepunktes des Bahnhofs Peine erfolgen.“

Die Quartiersplanung für das ehemalige Mälzerei-Gelände. Quelle: Ingenieurbüro Schwerdt

Allerdings bestehe für den Bereich kein Bebauungsplan, „aufgrund der spezifischen Nutzungsabsicht für soziale und gesundheitliche Einrichtungen“ werde aber ein Sondergebiet mit der Zweckbestimmung „Wohnen und Pflege" festgesetzt. Der aktuelle Flächennutzungsplan der Stadt Peine sieht das Gebiet als gemischte Baufläche vor, für die neu vorgesehenen Nutzungen muss eine Sonderbaufläche ausgewiesen werden.

Beschleunigtes Verfahren soll zum Einsatz kommen

Weiter ist vorgesehen, die Aufstellung des Bebauungsplans im beschleunigten Verfahren voranzubringen. Daher werde eine Änderung des Flächennutzungsplans erst „nach Abschluss des Bebauungsplanverfahrens im Wege der Berichtigung angepasst“, ist in der Vorlage zu lesen. Von einer Umweltprüfung und einem Umweltbericht werde entsprechend des Baugesetzes abgesehen, der dieses im Fall eines beschleunigten Verfahrens nicht vorsieht. Die Berichtigung erfolge ohne Beteiligung der Öffentlichkeit und der Träger öffentlicher Belange, da es sich hierbei um einen redaktionellen Vorgang handele.

Übrigens: Die Stadt Peine geht in der Vorlage zur Sitzung davon aus, dass ihr durch die Aufstellung des Bebauungsplans keine weiteren Kosten entstehen.

Mälzereigelände: Das ist geplant

Laut der aktuellen Planung ist für das ehemaligen Mälzerei-Geländes eine Nutzung für eine überwiegende Wohnbebauung vorgesehen. Dabei soll es Flächen für Wohnen, betreutes Wohnen, stationäre Pflege und eine Kindertagesstätte geben. Räume für Arztpraxen und eine Apotheke sind ebenfalls eingeplant, weitere Entwicklungen in diesem Nutzungsbereich seien denkbar.

Insgesamt soll es eine etwa 24 500 Quadratmeter große Geschossfläche geben. Dabei sind für die stationäre Pflege rund 130 Betten in Einzelzimmern geplant, in der Tagespflege sollen 20 Plätze zur Verfügung stehen. Für betreutes Wohnen sollen 66 Wohneinheiten angeboten werden, im weiteren Wohnraum entstehen 67 Wohnungen mit anderthalb bis vier Zimmern.

Tiefgaragen und Grünflächen sind vorgesehen

Unter dem Grundstück sollen zwei Tiefgaragen gebaut und weitere Stellflächen ebenfalls zur Verfügung gestellt werden. Grünfläche und kleine Plätze für eine optische Auflockerung des Quartiers wurden ebenfalls in die Planung mit einbezogen.

Die Gebäude sollen viergeschossig errichtet werden, im zentralen und nordwestlichen Bereich sogar fünfgeschossig. Für die Straßenbereiche soll die Bebauung geschlossen erfolgen. Lediglich zwischen dem Friedrich-Ebert-Platz und der Braunschweiger Straße soll eine Öffnung einen Durchweg ermöglichen.

Im Vorfeld gab es immer wieder Diskussionen um die Quartiersentwicklung an diesem Standort. So wurde zum Beispiel die Errichtung eines großen Freizeitcenters mit Kino und Bowlingbahn ebenso vorgeschlagen wie ein erweitertes Einzelhandelskonzept oder Studentenwohnungen. Auch der Neubau des Kreishauses auf dem Gelände wurde kurzzeitig diskutiert.

Von Antje Ehlers

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