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Stadt Peine Brand: Ermittler treten auf der Stelle
Stadt Peine Brand: Ermittler treten auf der Stelle
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08:06 28.09.2011
Brennende Hähnchenmast-Anlage in Alvesse: Ein Großaufgebot der Feuerwehr war dabei im Einsatz, konnte den Stall jedoch nicht retten. Quelle: A/im

Alvesse. „Wir müssen es akzeptieren, dass das LKA noch keine Ergebnisse seiner Untersuchungen hat“, sagt Polizei-Sprecherin Natascha Aust auf PAZ-Nachfrage. Rückblick: Am Morgen des 16. Juli war einer der beiden in Alvesse genehmigten Hähnchenmast-Ställe in Flammen aufgegangen (PAZ berichtete). Wenige Tage später war bei der PAZ und anderen Medien ein Bekennerschreiben eingegangen.

Unter dem Pseudonym „Anna Frisch“ hatte sich eine Gruppe zu der Brandstiftung bekannt. Ein ähnliches Schreiben war 2010 auch nach dem Brand in einer Mast-Anlage in Sprötze im Landkreis Harburg eingegangen. Inzwischen unterstützt Interpol die Ermittlungen der hiesigen Polizei.

Doch auch in Sachen Bekennerschreiben gibt es keine neuen Erkenntnisse, sagt Aust. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung gegen unbekannte Täter. Zuvor waren zahlreiche Zeugen befragt worden, eine heiße Spur hatte sich aber daraus nicht ergeben.

Der Braunschweiger Staatsanwalt Joachim Geyer gibt zu bedenken: „Das Bekennerschreiben könnte auch von Trittbrettfahrern verfasst worden sein.“ Grundsätzlich sei fraglich ob der Alvesse-Fall überhaupt einem Täter zugeordnet werden könne.

Unterdessen ist einer der beiden Hähnchenmast-Ställe in Betrieb gegangen. Am frühen Morgen des 16. Juli war es den 45 Feuerwehrleute gelungen, den zweiten Stall vor den Flammen zu retten.

Der Stall, in dem das Feuer ausgebrochen war, brannte indes nieder. Wenn der Schaden behoben ist, sollen in Alvesse in einem Durchgang jeweils knapp 85 000 Hähnchen gemästet werden. Die Tiere werden dann voraussichtlich zum Schlachthof nach Wietze bei Celle gebracht, wo sie dann geschlachtet werden.

pif