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Bomben-Verdacht: Bau der Biogasanlage gestoppt

Peine Bomben-Verdacht: Bau der Biogasanlage gestoppt

Alarm im Peiner Gewerbegebiet an der Woltorfer Straße nahe der Kunststoff-Firma Röchling: Da hier zwei Weltkriegs-Bomben liegen könnten, wurde der Bau der Biogasanlage vorerst gestoppt. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst ist bereits vor Ort.

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Ein früherer Einsatz: Hier entschärfte der Kampfmittelbeseitigungsdienst gleich drei Bomben.

Quelle: A

Peine. Lutz Hoffmann vom Peiner Ordnungsamt sagte der PAZ: „Es gibt den Verdacht, dass hier auf dem Gelände an der Woltorfer Straße zwei amerikanische Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg liegen. Damals wurde an dieser Stelle die Bahnlinie beschossen. Deswegen mussten wir jetzt den Bau der Biogasanlage vorübergehend stoppen.“ Die Stadtwerke Peine bauen die Biogasanlage zusammen mit der Enercity Contracting GmbH und der Biogas Peine Beteiligungs-GmbH für etwa sechs Millionen Euro.

Ein Rohr im Boden des Feldes nahe der Bahnlinie zeigt die Stelle, wo die Bombe in drei bis neun Meter Tiefe liegen könnte. Routinemäßig wurde vor dem Bau der Großanlage das Gelände untersucht. Dabei hat ein Experte mit einem Metalldetektor festgestellt, das sich hier ein großes Metallstück im Erdreich befindet. Das könne eine Bombe sein, und deswegen hat die Stadt Peine den Kampfmittel-Beseitigungsdienst gerufen. Laster und Bagger sind bereits da.

Thomas Witschel vom Ordnungsamt Peine ergänzte: „Eine zweite Bombe könnte sich in direkter Nähe unter einer Halle der Firma Röchling befinden.“ Jetzt starten die Experten des niedersächsischen Kampfmittelbeseitigungsdienstes ihre Arbeit und machen zuerst jeweils eine Sondierungsbohrung – im Feld und in der Firmenhalle. „Es wird zuerst nur eine schmale Bohrung gemacht, um herauszufinden, was sich hier für ein metallisches Objekt in der Erde befindet“, sagte Witschel.

Sollte sich herausstellen, dass sich Bomben im Erdreich befinden, müssen sie entschärft werden. Und das Gewerbegebiet müsste in einem Radius von einem Kilometer evakuiert werden. Das betrifft auch den dortigen Obi-Baumarkt.

tk

Bombenentschärfungen in Peine

Am 23. Oktober 2007 entdeckte der Kampfmittel-Beseitigungsdienst in Dungelbeck auf dem Acker „Auf der Samthude“ in 1,20 Meter Tiefe eine 250 Kilo schwere amerikanische Fliegerbombe, die entschärft wurde. Dungelbeck musste evakuiert werden.

Am 3. September 2009 wurde erneut eine amerikanische 250-Kilogramm-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg am Maschweg in Peine entschärft. Etwa 10 000 Peiner mussten damals ihre Häuser und Wohnungen verlassen.

Insgesamt wurden in Peine anhand von amerikanischen Luftbildern aus der Nachkriegszeit seit 2007 etwa 400 Verdachtsfälle untersucht – zwei Bomben fanden die Experten bisher.

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