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Blitzer: Zwei Millionen Euro fließen in Kreiskasse

Hohe Einnahmen Blitzer: Zwei Millionen Euro fließen in Kreiskasse

Fast zwei Millionen Euro nahm der Landkreis Peine im vergangenen Jahr durch die Verkehrsüberwachung mit Blitzern ein. Das bestätigte Sprecher Henrik Kühn auf Anfrage der PAZ. Allein durch die Blitzer auf der Autobahn 2, die der Landkreis betreibt, flossen 1,1 Millionen Euro in die Landkreiskassen. Durch festinstallierte und mobile Blitzer auf den Bundesstraßen waren es noch einmal rund 918 000 Euro. Das macht zusammen etwa zwei Millionen Euro.

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Durch die Blitzer auf den Bundesstraßen (im Bild) und auf der Autobahn 2 nimmt der Kreis Peine viel Geld ein.

Quelle: Archiv (Bierwagen)

Kreis Peine. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es knapp 1,6 Millionen Euro (etwa 625 000 Euro durch Radarmessungen auf der A 2 und 929 000 Euro auf den Bundesstraßen).

„Bei den Beträgen handelt es sich allerdings nicht um den Reinerlös. So müssen etwa noch Personal- und Verwaltungskosten abgerechnet werden“, betont Kühn. Bedingt durch den Jahreswechsel für das Haushaltsjahr 2016 seien noch nicht alle Zahlungseingänge verbucht.

Die Steigerung der Einnahmen im Vergleich von 2015 zu 2016 könne mit den vielen Baustellen und damit einhergehenden Geschwindigkeitsbegrenzungen in Verbindung gebracht werden.

Der Sprecher erklärt weiter: „Überschüsse aus der Geschwindigkeitsüberwachung flossen, wie in den vergangenen Jahren auch, überwiegend in die schulische und vorschulische Verkehrserziehung von Kindern und Jugendlichen.“ Finanziert habe der Kreis unter anderem Moderatoren für einen Fahrsimulator, einen Gurtschlitten, ein Reaktionstestgerät, einen Aufprallsimulator und einen Überschlagssimulator sowie die Miete der genannten Geräte. Dazu seien die Mobilitätserziehung und ein Fahrsicherheitstraining für Kinder und junge Fahrer in den Schulen gekommen.

Kreis: Darum sind Blitzer wichtig

Kreis-Sprecher Henrik Kühn erklärt: „Geschwindigkeitskontrollen sind häufig Auslöser kontroverser Diskussionen. Fast schon reflexartig fallen bei Diskussionen rund um unsere Messungen Begriffe wie Abzocke, Radarfalle, Gängelung und Schikane. Uns geht es aber keineswegs darum, ,Kopfprämien‘ zu kassieren. Wir möchten vielmehr durch die Geschwindigkeitsüberwachung jedem Verkehrsteilnehmer zu seinem Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit verhelfen.“ Nach Meinung der meisten Verkehrssicherheitsexperten müsste laut Kühn Überwachung sogar deutlich häufiger angewendet werden, um die Zahl der Verkehrsunfälle zu senken. Überwachung diene dem Schutz aller, denn gegenseitige Rücksichtnahme, Verantwortungsbewusstsein und die Bereitschaft, die Regeln einzuhalten, seien Voraussetzung für eine sichere Verkehrsteilnahme.

Der Sprecher weiter: „Wissenschaftlich belegt ist dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat zufolge, dass eine Abnahme der durchschnittlichen Geschwindigkeit von fünf Prozent eine Verringerung der Unfälle mit Verletzten um ungefähr zehn Prozent und eine Verringerung der Unfälle mit Getöteten um 20 Prozent zur Folge hat. Jedem Kraftfahrer sollte deshalb bewusst sein: Es gibt kein Recht auf zu schnelles Fahren, und Geschwindigkeitskontrollen machen unsere Straßen nachweislich sicherer.“ Verkehrsüberwachung nutze allen Menschen, die sich im Verkehrsraum bewegen und sei deshalb an Unfallschwerpunkten und potenziell gefährlichen Orten sinnvoll.

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