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Bewaffneter Raubüberfall: „Ich hatte Todesangst!“

Raub in Telgte Bewaffneter Raubüberfall: „Ich hatte Todesangst!“

Todesängste musste am Freitagabend eine Mitarbeiterin des Kiosks in Telgte durchstehen. Sie wurde von zwei bewaffneten Männern überfallen – gestern trat sie wieder zur Schicht an.

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Ist geschockt: Kiosk-Besitzerin Gisela Schrader in ihrem Geschäft in Telgte. Die Tür im Hintergrund traten die Räuber ein. Schraubzwingen halten die frisch reparierte Tür zusammen.

Quelle: ju

Telgte. „Es war schrecklich“, schildert die 59-Jährige den Überfall am Freitagabend. Kurz vor Feierabend, Anneliese Kegel sortierte gerade die Zeitschriften, stürmten die zwei maskierten Männer den Kiosk Am Telgtkamp.

„Geld her, Geld her! Schnell schnell, einpacken!“ – Mit diesen Worten überfielen die beiden Räuber die Verkäuferin. „Der eine hielt mir eine Knarre unter die Nase“, erinnert sich Kegel. „Ich hatte Todesangst.“ Dann versuchten die Männer in die angrenzende Trinkhalle zu gelangen, wo noch drei Gäste saßen. „Sie versuchten noch die Tür zuzuhalten“, sagt Kegel. Doch der größere der beiden maskierten Männer trat sie ein.

Nachdem Kegel den Räubern das Geld aus der Kasse ausgehändigt hatte, flüchteten sie unerkannt. „Viel haben sie nicht erbeutet“, sagt Kiosk-Besitzerin Gisela Schrader. „Die Kasse war kurz vorher geleert worden.“

Der Schock hingegen sei groß. „Am Wochenende ging es mir sehr schlecht“, sagt Kegel. Und dennoch stand die 59-Jährige gestern bereits wieder im Kiosk an der Kasse. „Ich lasse mich doch von denen nicht unterkriegen“, sagt sie mit einem Lächeln. Ob sie psychologische Hilfe in Anspruch nehmen wird – wie es ihr die Polizei geraten hat – sei noch offen. „Ich habe keine Angst“, sagte sie gestern Mittag. „Aber mal abwarten wie es ist, wenn es dunkel wird.

„Ich kenne das“, sagt Schrader. In den 80er-Jahren ist die Trinkhalle schon einmal ausgeraubt worden. „Damals wurde ich nach Feierabend vor der Tür überfallen“, erinnert sich Schrader, die den Laden seit 30 Jahren führt. „Er trug eine Mütze und eine Kapuze. Später zuckte ich immer zusammen, wenn jemand mit Kapuze hereinkam.“

Die Polizei ermittelt, eine konkrete Spur jedoch fehlt.

ju

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