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Berufseinstiegsklasse der BBS:Grundlage zur Friseur-Ausbildung

Peine Berufseinstiegsklasse der BBS:Grundlage zur Friseur-Ausbildung

Peine . Den Traumjob Friseurin vor Augen, aber den dafür erforderlichen Schulabschluss nicht in der Tasche? Trotzdem sind Jugendliche nicht völlig chancenlos: In der Berufseinstiegsklasse des Landkreises Peine können sie den Hauptschulabschluss nachträglich erwerben - qualifizierter Nachwuchs wird in der Branche händeringend gesucht.

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Fachpraxisraum: Hier lernen die Berufsschüler Grundlagen des Friseur-Handwerks.

Quelle: sta

Sie colorieren, stylen und wirken aktiv an der Fashion-Szene mit: die Friseure. „Ein Beruf, der spannend, vielseitig und alles andere als gewöhnlich ist“, sagt Sibylle Ahrensfeld, Fachlehrkraft an den Berufsbildenden Schulen (BBS) in Vöhrum. Eine Fülle an Faktoren, die den Beruf zu einem der beliebtesten machen. Allein im vergangenen Jahr waren mehr als 250000 Menschen in der Branche beschäftigt, jeder siebte davon als Azubi.

„Wobei das nicht ausschließlich am kreativen Aufgabengebiet liegt“, ist Monika Hilz, Teamleiterin der Fachgruppe Körperpflege an der BBS, überzeugt. Die Branche biete echte Zukunftsperspektiven: „Haare wachsen immer und ein Friseur kann nicht durch Maschinen ersetzt werden. „Der Bedarf an qualifiziertem Personal ist groß“, weiß auch Sylvia Fleming, Vorsitzende des Friseurhandwerk-Prüfungsausschusses.

Umso wichtiger sei es daher, dass Ausbildungsplätze geschaffen werden und Berufsschule sowie Betriebe eng zusammenarbeiteten: „Denn nur über den regelmäßigen Austausch können wir unsere Lerninhalte optimal auf deren Bedürfnisse abstimmen.“

Darum geht es aber nicht nur in der Berufsschule, sondern vor allem in der Berufsfachschule, die angehenden Friseuren eine Ausbildung im dualen System ermöglicht.
Die Vorteile: „Durch den Fachpraxisunterricht verfügen die Jugendlichen bereits über enormes Fachwissen, wenn sie den Job antreten, und den Betrieben bleiben durch die Möglichkeit, ein Jahr der Schule auf die Ausbildungszeit anzurechnen, Personalkosten erspart“, erläutert Hilz.
Darüberhinaus könnten die Ausbilder während der Praktika die Entwicklung der Nachwuchskräfte beobachten und gemeinsam mit den Lehrkräften die Lerninhalte daraufhin abstimmen.

„Angesichts des demografischen Wandels und des damit einhergehenden Fachkräftemangels ist es unsere Pflicht, Jugendliche auszubilden“, sagt Schulleiterin Heike Bickmann auch mit Blick auf die Berufseinstiegsklasse Körperpflege, die das schulische Ausbildungsangebot komplettiert. Sie ist für die Schüler vorgesehen, die eine Ausbildung zum Friseur anstreben, aber einen schlechten oder gar keinen Hauptschulabschluss haben. „Ziel ist die Verbesserung der Ausbildungsfähigkeit“, erläutert die Schulleiterin.

Daher sind neben den allgemeinbildenden Fächern berufsspezifische Qualifizierungsbausteine sowie ein mehrwöchiges Praktikum vorgesehen. „Das kann den Jugendlichen den Berufseinstieg und den Betrieben die Suche nach qualifiziertem Nachwuchs erleichtern“, ist Bickmann überzeugt.

sta

Die Berufseinstiegsklasse (BEK)

Wer kann die BEK besuchen? Schüler, die eine Abschlussklasse des Sekundarbereichs I mit einem schlechten oder ohne Hauptschulabschluss verlassen oder auch das Berufsvorbereitungsjahr ohne Hauptschulabschluss beendet haben, können sich für die BEK anmelden.

Welche Ziele hat die BEK? Sie bietet den Absolventen die Möglichkeit, den Hauptschulabschluss nachträglich zu erwerben oder den vorhandenen Hauptschul-Abschluss zu verbessern.

Wie ist der Unterricht organisiert? Zentrale Bedeutung hat die Fachpraxis. Dort werden grundlegende berufliche Arbeitstechniken und der sichere Umgang mit entsprechenden Geräten und Materialien gelehrt. All das erfolgt in speziell ausgestatteten Fachräumen, die mit dem späteren Berufsalltag vertraut machen sollen. Der theoretische Unterricht findet im Klassenverband statt. Insgesamt durchlaufen die Schüler vier „Qualifizierungsbausteine“ und absolvieren ein vierwöchiges Betriebspraktikum.

Welche Prüfungen stehen an? Im berufsübergreifenden Lernbereich sind am Schuljahresende zwei 90-minütige Klausuren (in Deutsch und Mathematik) zu schreiben, im berufsbezogenen Lernbereich stehen am Ende eines jeden Qualitätsbausteins eine schriftliche und eine praktische Prüfung auf dem Plan.

Und was kommt danach? Start einer Berufsausbildung, Besuch einer Berufsfachschule (Eingangsvoraussetzung mindestens Hauptschulabschluss), Aufnahme einer Beschäftigung/Arbeit.

Wo kann man sich anmelden? Berufsbildende Schulen Kreis Peine, Pelikanstraße 12, 31228 Peine. Telefon 05171/9404. Anmeldung: montags bis donnerstags 7.30 Uhr bis 15 Uhr, freitags 7.30 Uhr bis 13 Uhr.

sta

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