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Benjamin F. gesteht Mord: „In dem Moment kam alles hoch!“

Melanie-Prozess Benjamin F. gesteht Mord: „In dem Moment kam alles hoch!“

Grausames Geständnis zum Prozessauftakt: Benjamin F. gab gestern vor dem Landgericht Hildesheim zu, die 23-jährige Melanie aus Peine in seine Wohnung gelockt, ermordet und sich an ihr vergangen zu haben. Emotionslos schilderte der 27-Jährige die Bluttat in allen Details.

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Versteckte sein Gesicht: Der wegen Mordes angeklagte Benjamin F. aus Telgte.

Quelle: dpa

Hildesheim. „Hi Süße, darf ich Dich vernaschen?“: Mit diesem Kommentar zu einem Foto von Melanie im Internet nahm Benjamin F., der sich als 18-jährige „Sarah“ ausgab, den Kontakt zu seinem späteren Opfer auf. Zwei Tage später standen sich die Floristin und der Hartz-IV-Empfänger dann tatsächlich gegenüber.

Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft hat der Täter die arglose junge Frau am 26. Oktober 2010 in seine Wohnung gelockt, um Sex mit ihr zu haben. Das bestritt Benjamin F. jedoch. Als sie sich zur Wehr setzte und ihn anschrie, schnitt er ihr mit einem Steakmesser die Kehle durch, verletzte sie mit vielen Messerstichen und verging sich an der Leiche.

Aus dem SMS-Wechsel vor der Tat geht hervor, dass Melanie einen neutralen Treffpunkt vorgeschlagen hatte: zuerst an der Berufsschule in Vöhrum, dann an einer Tankstelle und in einem Supermarkt. Doch Benjamin F. gelang es, sie in seine Ein-Zimmer-Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in Telgte zu locken.

Ein Motiv für die Bluttat nannte er nicht. „In dem Moment kam alles hoch, die Sache mit der Ex, die Arbeitslosigkeit, der Frust“, erklärte er. „Ich habe zugeschnitten, Sägebewegungen am Hals.“

Bevor er Melanie empfing, hatte er sich im Internet mit seiner Ex-Freundin darüber gestritten, wann er seinen kleinen Sohn sehen darf. Da sei er aggressiv geworden, sagte er. „Ich war wie in Rage.“

Die Leiche transportierte Benjamin F. in einer Altpapiertonne aus dem Haus und mit Melanies Auto in ein Waldstück bei Gifhorn. Er erklärte: „Im Nachhinein denke ich, dass ich nur Macht ausüben wollte.“ Melanie hatte noch bei ihren Eltern in Dungelbeck gewohnt. „Sie war ein bisschen gutgläubig, aber nicht naiv“, sagte die Mutter über ihre Tochter.

mic/dpa

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