Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Beamter sah sich Kinderpornos an: 6300 Euro Strafe

Peine Beamter sah sich Kinderpornos an: 6300 Euro Strafe

Peine. Weil er sich Dateien mit Kinderpornos angeschaut hat, wurde ein 30 Jahre alter Beamter per Strafbefehl vom Amtsgericht Peine zu einer Zahlung von 6300 Euro (90 Tagessätze à 70 Euro) verurteilt. Dagegen hatte der Mann Einspruch eingelegt - den er allerdings wieder zurückzog.

Voriger Artikel
"Hans im Glück": Bei Musiktagen wird ein Märchenklassiker gezeigt
Nächster Artikel
Kreiswettbewerbe der Jugendfeuerwehren

Verhandelt wurde der Fall vor dem Amtsgericht Peine.

Quelle: A

Zur Verhandlung vor dem Strafrichter erschien der 30-Jährige nicht, sondern ließ sich von seinem Anwalt vertreten. Aufgeflogen war der Pornokonsument im April 2013, als Fahnder ihm mit spezieller Software auf die Spur kamen und eine Hausdurchsuchung vornahmen.

Anklage wurde im Oktober 2013 erhoben.

Demnach sind die Fahnder bei 330 Dateien fündig geworden. Dass er die Bilder nicht heruntergeladen, sondern „nur“ angeschaut habe, spiele bei der Bewertung der Straftat keine Rolle, machte der Richter deutlich. „Da ist die Rechtsprechung sehr streng - nicht nur das Herunterladen, sondern auch schon das Anschauen ist strafbar“, sagte der Richter unter Hinweis auf die zu schützenden Kinder und ihr Recht auf Würde und Unversehrtheit. Der Mann war bereits einschlägig straffällig geworden. Der Richter riet dem Anwalt dringend, den Einspruch zurückzuziehen, „sonst könnte es viel teurer werden“.

Dem folgte der Anwalt und verzichtete im Namen seines Klienten auch auf die Herausgabe von dessen Laptop, der als sogenanntes Tatwerkzeug von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt worden war.

hui

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Braucht die Peiner Innenstadt kostenloses WLAN für alle?