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Stadt Peine Baustellen-Chaos auf der A 2: Polizei kritisiert Koordination
Stadt Peine Baustellen-Chaos auf der A 2: Polizei kritisiert Koordination
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23:01 31.05.2018
Bauarbeiter bessern auf der A 2 den Asphalt aus, der Verkehr staut sich massiv. Quelle: Archiv
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Peine

Autofahrer und Berufskraftfahrer müssen auf der A 2 in den kommenden Wochen weiterhin starke Nerven haben. Die Bauarbeiten zwischen Braunschweig-Watenbüttel und dem Kreuz Braunschweig-Nord sind noch nicht abgeschlossen, da wird schon – nur wenige Kilometer weiter – an derer Stelle die nächste Baustelle vorbereitet.

Zwischen der Anschlussstelle Hämelerwald und dem Autobahnkreuz Hannover-Ost wird ab dem 10. Juni die Fahrbahndecke erneuert. Bereits ab heute wird die veränderte Verkehrsführung eingerichtet. Die Baumaßnahmen werden voraussichtlich bis zum 8. August andauern.

Polizei rechnet mit zahlreichen Unfällen

Staus und überlastete Umleitungsstrecken durch das Peiner Land bleiben den Autofahrern also weiterhin nicht erspart. „Eine Dreispurigkeit bleibt zwar erhalten, dennoch wird es gerade zu den Stoßzeiten zu Rückstaus kommen“, prognostiziert Armin Loske, Leiter des Einsatzdienstes der Autobahnpolizei Braunschweig. Und damit einhergehend rechnet die Polizei mit zahlreichen Unfällen.

Spiegelrempler in der verengten Fahrspur seien häufige, aber kleinere Vorfälle, so Loske. Häufigste Ursache für einen schweren Unfall sei Unachtsamkeit am Stauende. „Immer wieder haben Fahrer das Handy in der Hand und fahren auf einen Stau auf“, sagt Loske.

Der Autobahnpolizist hat sich deutlich gegen eine zeitgleiche Deckensanierung auf der A 2 ausgesprochen, letztendlich ist die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr aber unter Zeitdruck. „Wir müssen bis zum Winter mit den Baumaßnahmen durch sein“, erklärt Friedhelm Fischer, Leiter des Geschäftsbereichs Niedersachsen. Denn: Nach der Fertigstellung der Fahrbahn bei Hämelerwald in Richtung Dortmund folgt an dieser Stelle direkt die Erneuerung der Gegenfahrbahn in Richtung Berlin.

Überholverbot für Lkw gefordert

Mehr als 20 000 Lkw fahren täglich über die A 2, bis zu 90 000 Fahrzeuge passieren die Strecke. Deshalb hat die Autobahnpolizei Braunschweig darauf bestanden, wenigstens ein Überholverbot für Lastwagen bereits ab 15 Kilometern vor der Baustelle einzurichten. „Nur so können wir das überwachen“, sagt Loske.

Grundsätzlich würde sich die Landesbehörde eng mit den Verkehrsbehörden, den Ländern und der Polizei abstimmen, doch „leider ist das kein Wunschkonzert“, betont Fischer. „Unser Bauprogramm ist genau darauf abgestimmt, dass im niedersächsischen Raum in den Jahren 2019/2020 keine größeren Reparaturen auf der A 2 notwendig sind.“ Lediglich an zwei Schilderbrücken würden Arbeiten stattfinden, Deckensanierungen oder Leitplankenerneuerungen fallen dann nicht an.

„Eine Fahrbahndecke hält je nach Belag etwa zehn Jahre“, sagt Fischer und verdeutlicht die Lage anhand von Zahlen. „Wir müssen eine Strecke von 160 Kilometern instandhalten. Das macht für beide Richtungen zusammen 320 Kilometer. Somit müssen jährlich 32 Kilometer Fahrbahn erneuert werden.“

Von Janine Kluge

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