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Stadt Peine Am Echternplatz entstehen barrierefreie Wohnungen
Stadt Peine Am Echternplatz entstehen barrierefreie Wohnungen
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00:20 26.10.2018
In wenigen Wochen soll mit den Bauarbeiten für das „Service-Wohnen“ begonnen werden. Quelle: Antje Ehlers
Peine

Über ein Jahr haben sich die Abrissarbeiten der baufälligen Häuser an der Hagenstraße und am Echternplatz hingezogen – nun hat die Stadt die Baugenehmigung für 53 barrierefreie, seniorengerechte Wohnungen und insgesamt drei Penthouses erteilt. Dies teilte die Qualivita-Projektentwicklung, der Investor für das voraussichtlich vier Millionen Euro teure Großprojekt, mit.

Demnach soll der Bau in zwei Abschnitten erfolgen. Der erste Abschnitt umfasst den Bereich Echternplatz 12/Hagenstraße 1. Hier sollen 17 barrierefreie Eigentumswohnungen und ein Penthouse entstehen, die Wohnungen sollen eine Größe zwischen 27 und 132 Quadratmetern haben und ab 74 812 Euro zu haben sein. Die Preise sind abhängig von der Wohnungsgröße und der Gebäudehöhe.

So soll das Wohnkomplex an der Hagenstraße aussehen Quelle: Qualivita AG

Im zweiten Bauabschnitt sollen auf dem Grundstück Hagenstraße 3 dann 36 Wohnungen sowie zwei weitere Penthouses entstehen. Alle Wohnungen seien sehr hochwertig ausgestattet, berichtet Jana Schulz, Vorstandsvorsitzende der Qualivita AG. Es gebe in jeder Wohnung einen Balkon, eine Fußbodenheizung, eine Gegensprechanlage und weitere Ausstattungen, zudem seien die Wohnungen über einen Fahrstuhl erreichbar.

Baubeginn für November geplant

Für November ist der Beginn der Bauarbeiten geplant. Zunächst sollen der Keller ausgehoben und das Fundament für beide Gebäudeteile gegossen werden. Danach solle schnellstmöglich mit dem Bau begonnen werden – voraussichtlich Anfang des kommenden Jahres, hofft der Projektentwickler.

„Wir freuen uns, dass es nun endlich losgehen kann, damit in Peines Innenstadt attraktives Wohnen möglich wird.“ Dies habe in Peine gefehlt, so Schulz. Dabei gelte das Angebot für alle Altersstufen, nicht nur für Senioren. Auch ohne Auto sei es dann möglich, unkompliziert am innerstädtischen Leben teilzunehmen. Zudem passe sich das neue, viergeschossige Gebäude nach den Vorgaben der Stadt gut in die Umgebung ein.

Anwohner werden um Verständnis gebeten

Während der Abrissarbeiten kam es mehrfach zu Protesten der Anlieger, da diese sich durch Baulärm gestört fühlten. „Wir hoffen natürlich, dass alle Anwohner Verständnis dafür aufbringen, dass so ein Projekt ohne Baulärm nicht realisiert werden kann“, sagt Schulz.

Das ist das „Service-Wohnen“

Das sogenannte „Service-Wohnen“, das zwischen dem Echternplatz und dem Pulverturmwall entlang der Hagenstraße entstehen soll, umfasst neben den Ein- bis Zwei-Zimmer-Wohnungen noch drei Penthouses, die auf barreirefreies Leben ausgerichtet sind. Dabei sind die Wohnungen für Menschen ausgelegt, die noch selbstbestimmt und selbstständig innenstadtnah wohnen möchten.

Bei Bedarf können die Eigentümer oder Mieter eine hauswirtschaftliche Versorgung und persönliche Pflege in Anspruch nehmen. Des Weiteren gibt es wöchentliche Betreuungsangebote und die Möglichkeit, Feiern organisieren zu lassen. Eine Beratung in Alltagsfragen wird ebenfalls angeboten. Anwesendes Personal sorgt rund um die Uhr für Sicherheit.

Im Februar 2017 war bekannt geworden, dass die Qualivita AG im Bereich Echternplatz/Hagenstraße bis zum Pulverturmwall einen Wohnkomplex mit etwa 50 Wohnungen für barrierefreies Wohnen plant. Dafür hatten mehrere Gebäude weichen müssen – lediglich an der Ecke Hagenstraße/Pulverturmwall kann die Fassade der ehemaligen Fleischerei Schmidt stehenbleiben. Das Innere wird kernsaniert.

Schwierigkeiten während der Abrissarbeiten

Während der Abrissarbeiten gab es immer wieder Schwierigkeiten mit den alten Gebäuden. Diese waren in einem so schlechten Zustand, dass eine Sanierung nicht möglich gewesen wäre. Während dieser Zeit kam es zunächst zu Problemen mit den benachbarten Anwohnern, da sich diese durch den Baulärm der Abrissarbeiten gestört fühlten.

Später hatte die Stadt den Abriss ohne nähere Angabe von Gründen „behördlich“ stoppen lassen, nachdem die Anwohner Sicherheitsbedenken geäußert hatten. Ebenso hatte sich der Komplettabriss hinausgezogen, da sich der Auszug von drei Mietern aus dem baufälligen Gebäude verzögert hatte.

Von Antje Ehlers

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