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Baugenehmigung: Sieben Monate Warten

Peine Baugenehmigung: Sieben Monate Warten

Enttäuscht von der Stadt Peine ist Sporthändler Ole Siegel. Er möchte sein Geschäft an der Marktstraße vergrößern und hat bereits im August 2010 einen Bauantrag gestellt – doch passiert ist seitdem nicht mehr viel.

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Vor seinem Peiner Sportgeschäft: Ole Siegel möchte den Laden vergrößern, erhält aber keine Baugenehmigung.

Quelle: Thomas Kröger

Peine. Siegel sagt: „Ich verstehe nicht, warum man mich und so hängen lässt. Mein Unternehmen sowie das Fahrradgeschäft meiner Untermieter laufen erfolgreich, und deswegen wollen wir unser Geschäft hier im Peiner Zentrum vergrößern. Doch anstatt mich dabei zu unterstützen, legt man mir Steine in den Weg und gibt mir keine Infos, wann ich loslegen kann.“ Erster Stadrat Hans-Jürgen Tarrey antwortet darauf (siehe Stellungnahme).

Siegel möchte im hinteren Bereich eine alte Werkstatt abreißen und den Laden um Bürofläche und einen Textilveredelungs-Bereich (300 Quadratmeter) erweitern. Der Peiner Architekt Jörg Thienemann habe dafür den Entwurf erstellt, die Kosten liegen bei 130 000 Euro.

„Eingereicht habe ich den Bauantrag beim Hochbauamt der Stadt Peine bereits am 6. August 2010, doch dann ist nicht viel passiert“, kritisiert der Händler. Am 24. August habe er von der Stadt eine Eingangsbestätigung erhalten, die Unterlagen nachgefordert hätten. Thienemann habe diese bis zum 10. September nachgereicht. Danach sei nichts mehr passiert.

„Ich habe dann selber mehrfach beim Hochbauamt angerufen, wurde jedoch immer wieder vertröstet.“ Auch der Architekt habe mehrfach nachgehakt. Siegel habe sogar Kontakt mit Bürgermeister Michael Kessler (SPD) im Januar 2011 aufgenommen, „doch auch das hat nicht viel geholfen“.

Der Peiner Kaufmann hätte es verstanden, wenn man ihm gesagt hätte, dass es auch mal länger dauern kann, „aber sieben Monate lang gar nicht zu reagieren, ist heftig“. Siegel betont, dass er nicht die Sachbearbeiter der Stadt Peine angreifen möchte, „denn die können nichts dafür“. Er hofft, dass sich jetzt endlich etwas tut.

tk

Stellungnahme

Die PAZ hat dazu den Ersten Stadtrat Hans-Jürgen Tarrey befragt. Er sagt: „Es trifft zu, dass Herr Siegel im August einen Bauantrag gestellt hat, der noch nicht genehmigt werden konnte. Natürlich würden wir gern jedem Bauherrn innerhalb kurzer Fristen eine Genehmigung erteilen und verstehen auch, dass es Unmut erzeugt, wenn diese nach sieben Monaten noch nicht auf dem Tisch liegt.

Es trifft nicht zu, dass Herr Siegel und sein Architekt zwischendurch keinerlei Auskünfte bekommen hätten. Außerdem kann auch der Vorsitzende der City-Gemeinschaft eine Baugenehmigung nicht über die Presse erzwingen, wenn die von seinem Architekten eingereichten Unterlagen nicht genehmigungsfähig sind. Wir werden dem beteiligten Architekten dazu ein Gespräch anbieten.

Ich bedaure sehr, dass die persönliche Kommunikation zwischen Herrn Siegel, seinem Architekten und verschiedenen Gesprächspartnern in unserem Hause nun in eine öffentliche Auseinandersetzung mündet.“

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