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Barriere-Freiheit auf dem Prüfstand

Behindertenbeirat plant Begehung Barriere-Freiheit auf dem Prüfstand

Der Behindertenbeirat des Landkreises Peine plant eine Begehung der Gemeinde Edemissen und möchte, dass behinderte Zuwanderer in Peine stärker in die Arbeit des Beirates integriert werden.

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Schon eine Bürgersteigkante kann eine große Barriere für Rollstuhlfahrer darstellen.

Quelle: dpa

Kreis Peine. Das machte der Vorsitzende Karl-Heinz Meier bei einer Sitzung des Behindertenbeirates deutlich. Bei der Begehung Anfang September sollen zwei Rollstuhlfahrer, ein Seh- und ein Hörgeschädigter, sowie chronisch Kranke verschiedene Ziele ansteuern. „Dabei wollen wir die Barriere-Freiheit in Edemissen unter die Lupe nehmen“, erklärte Meier.

An diesem Nachmittag werden auch öffentliche Einrichtungen besucht. Dabei wird überprüft, ob mit dem Rollstuhl die Rampe zum Eingang bewältigt werden kann oder ob diese zu steil für einen problemlosen Zutritt ist. Auch die Asphaltierung wird geprüft. „Wir schauen zudem, ob es Markierungslinien für Sehgeschädigte gibt“, sagt Meier.

Bei dem Rundgang werden Zahnärzte, Apotheken und Banken besucht. Besonders interessant dürften die Ergebnisse einer Einkaufstour werden. Meier sagte: „Die Teilnehmer sollen vier Artikel im Geschäft suchen.“

Die Stationen sollen nach ihren individuellen Möglichkeiten sachlich bewertet werden, erklärte Meier. Der Beirat möchte auf Immigranten mit Behinderung zugehen und sie in ihre Arbeit einbinden. Dafür soll ein Informations-Flugblatt in verschiedenen Sprachen aufgelegt werden. Auch für fremdsprachige Zuwanderer möchte der Beirat Anlaufstelle werden.

Er beschäftigte sich zudem mit der Möglichkeit, Beipack-Zettel von Medikamenten online vergrößert zu lesen oder sich vorlesen zu lassen. Über die Internetseite www.patienteninfo-service.de werden dabei blinden und sehbehinderten Personen Medikamenten-Informationen zur Verfügung gestellt. „Dass es das gibt, ist kaum bekannt“, sagte Meier und möchte die Möglichkeit der Information über Arzneimittel bekannter machen. Denn Barriere-Freiheit sei auch in diesem Bereich notwendig.

fl

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