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BMW-Unfall: Zwei Opfer aus Klinik entlassen

Polizei Braunschweig BMW-Unfall: Zwei Opfer aus Klinik entlassen

Es muss schon der Weihnachtsengel gewesen sein, der über den fünf verunglückten jungen Leuten aus Ilsede und Lahstedt auf der A 391 bei Braunschweig schwebte: Die vier Männer und eine Frau im Alter von 15 bis 18 Jahren haben den verheerenden Unfall vom Freitagabend alle überlebt, zwei von ihnen sind sogar schon aus dem Krankenhaus entlassen worden.

Die Ermittlungen der Polizei zun Unfallhergang gehen weiter. „Von Raserei und Tempo 2000 kann aber keine Rede sein“, sagte gestern Polizeisprecher Wolfgang Klages auf PAZ- Anfrage.

Nach ersten Berichten soll der BMW 316 i, Baujahr 1994, mit 200 Stundenkilometern auf der Autobahn zwischen Ölper-Kreuz und Lehndorf in Fahrtrichtung Süden, Salzgitter/ Kassel, andere Autos überholt haben, bevor er auf den rechten Fahrstreifen zurückfuhr, dann wieder nach links ausbrach und gegen die Mittelleitplanke prallte. „Es gibt Zeugenaussagen, wonach der BMW zügig überholt hat“, sagte Klages, „aber zügig und Tempo 200 bei einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h passen nicht zusammen.“

Auch die Beschädigungen am Fahrzeug und die Verletzungen deuteten nicht auf eine so hohe Geschwindigkeit hin. Einer der Mitfahrer wurde bereits am Wochenende aus dem Braunschweiger Krankenhaus entlassen, der 18-jährige Fahrer gestern. „Die anderen müssen noch ein wenig bleiben“, sagte der Polizeisprecher, „Lebensgefahr besteht aber nicht mehr.“ Die Polizei hat den Fahrer zum Unfallhergang noch nicht befragt.

Der alte BMW gehörte dem Vater des 18-Jährigen, der Sohn durfte ihn nutzen. „Der Wagen war weder aufgemotzt noch tiefergelegt“, sagte Klages. Der Fahrer war im April 18 geworden und durfte seitdem ohne Begleitung fahren. Zuvor hatte er schon als 17-Jähriger unter Aufsicht fahren dürfen – ohne Auffälligkeiten. Wegen der Verletzten sei eine Blutprobe genommen worden, es gebe aber keine Hinweise auf Alkohol- oder Drogenbeeinflussung, sagte Klages.

Zurzeit werde durch zwei Gutachter geprüft, ob möglicherweise ein technischer Defekt zum Unfall geführt haben könnte. Außerdem werde ermittelt, ob alle Insassen angeschnallt gewesen waren. Das 17-jährige Mädchen, das beim Eintreffen der Einsatzkräfte auf der Straße gelegen habe, sei nicht aus dem Fahrzeug herausgeschleudert, sondern von Ersthelfern gerettet und aus dem Auto herausgezogen worden.

Ein am Unfall unbeteiligter Kleinwagen mit Hildesheimer Kennzeichen war durch Trümmerstücke des zerstörten BMW beschädigt worden.
Bis 2.30 Uhr am Sonnabend hatte die Polizei die Fahrspur in Richtung Norden gesperrt, um 2.50 Uhr konnte auch der Verkehr in Richtung Süden nach dem Einsatz einer Kehrmaschine wieder ungehindert rollen.

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