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Stadt Peine A 2: Experten fordern Rücksichtnahme
Stadt Peine A 2: Experten fordern Rücksichtnahme
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23:00 21.06.2018
Die Autobahn-Baustelle bei Peine. Quelle: Mirja Polreich
Kreis Peine

Je kürzer die Bauzeit, desto weniger Verkehrstote: Oliver Dierschke von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr Hannover hat diesen Satz verinnerlicht. Deshalb ist es das Ziel des Projektleiters wie auch seiner Kollegin und A 2-Koordinatorin Kirsten Hauke, die Autobahn-Baustelle zwischen Lehrte und Hämelerwald schnellstmöglich abzuschließen. Sie machten sich am Donnerstag mit Vertretern des ADAC Niedersachsen vor Ort ein Bild.

Mit der Sicherung der Baustelle zwischen Lehrte und Hämelerwald sind Alexandra Kruse und Wolfgang Müller vom ADAC schon recht zufrieden. „Es wurde beispielsweise die Auffahrt Lehrte-Ost in Fahrtrichtung Berlin gesperrt, damit keine weiteren Fahrzeuge auffahren können“, berichtet Kruse. Auch der Parkplatz Lehrter See sei aus diesem Grund gesperrt. Zudem werde rund um die Uhr im Drei-Schicht-Betrieb an der Deckschicht-Sanierung gearbeitet, auch an den Wochenenden.

Darüber hinaus wurde ein Überholverbot für Lastwagen eingerichtet, sie müssen die gesamten zehn Kilometer Baustelle in der rechten Fahrspur bleiben. Allerdings tun sie das nicht immer. „Ich habe den Eindruck, dass sie am Anfang des Überholverbots noch diszipliniert sind, dann fahren sie aber irgendwann wieder auf die mittlere Spur“, so Kruse. Deshalb hat der ADAC vorgeschlagen, in Fahrtrichtung Dortmund eine Tafel mit Piktogramm aufzustellen, die auf die Lkw-Fahrspur hinweist – eine Anregung, die die Straßenbaubehörde aufgenommen hat.

Besichtigten die Autobahn-Baustelle (von links): Oliver Dierschke, Kirsten Hauk, Wolfgang Müller und Alexandra Kruse. Quelle: Mirja Polreich

Das Tempo ist innerhalb der Baustelle auf 60 Stundenkilometer begrenzt. „Wenn sich alle daran halten würden, hätten wir diesen Schneeballeffekt nicht“, sagt Projektleiter Dierschke. Durch diesen entstünden die Staus. „Es ist ein Bremsimpuls, der sich wie eine Welle aufbaut.“ Zudem hätten sie im Vergleich zu vorangegangenen Baustellen die Stauwarnanlage auf zwölf Kilometer erweitert.

Zu Stoßzeiten passieren an die 100 000 Fahrzeuge am Tag die A 2, immer wieder kommt dieser Tage der Verkehr in der Baustelle zum Erliegen. Auch Kruse pendelt täglich zur Arbeit über diese Strecke. Angst habe sie dabei aber nicht. „Vielleicht fahre ich sie dafür auch schon zu lange“, sagt sie. Allerdings könne einem zwischen zwei Lastwagen am Stau-Ende schon mulmig werden.

Denn der rund eine Million Euro teuren Baustellen-Sicherung zum Trotz ist da immer noch der Mensch, der das Steuer in der Hand hält. „Es fehlt häufig auch an gegenseitiger Rücksichtnahme und Verständnis“, beklagt Kruse. Das gelte nicht nur für die Verkehrsteilnehmer untereinander, sondern auch den Bauarbeitern gegenüber. Es sei an der Tagesordnung, dass diese beschimpft, angehupt oder sogar mit Flaschen beworfen würden, berichten die A 2-Experten.

Auch sie werben um Verständnis: Die Bautätigkeiten seien erforderlich, eine baustellenfreie Zeit werde es nicht geben. „Wir schaffen es gerade so, das zu sanieren, was kaputt geht“, sagt Dierschke. Und die Bauzeit für die derzeitigen Arbeiten sei kurz bemessen, fügt Hauke hinzu. „Entgegen der Meinung vieler Autofahrer.“

Den Baufirmen drohten im Übrigen Vertragsstrafen, wenn sie die Bauzeit nicht einhielten. Darüber hinaus gebe es Prämien als Anreiz, die Arbeiten noch früher als geplant abzuschließen.

Am 5. August sollen die Arbeiten in Fahrtrichtung Dortmund beendet sein. Dann geht es in der anderen Fahrtrichtung mit der Sanierung bis zum 10. Oktober weiter.

Die Zeit für die Bauarbeiten sei gut gewählt, findet ADAC-Sprecherin Kruse. „Sie finden überwiegend in den niedersächsischen Schulferien statt, da ist die A 2 nicht so stark befahren.“ Den gemeinsamen Runden Tisch von ADAC und Straßenbau-Planern gibt es seit Januar dieses Jahres, gemeinsam soll so Optimierungsbedarf in Baustellenbereichen ausgelotet werden.

Von Mirja Polreich

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