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Auto-Zulieferer darf Vertrag befristet verlängern

Menschen vor Gericht Auto-Zulieferer darf Vertrag befristet verlängern

Gegen den Willen des Betriebsrats darf ein Peiner Auto-Zulieferer die Beschäftigung einer Mitarbeiterin befristet verlängern. Das entschied die 6. Kammer des Arbeitsgerichts Braunschweig.

Peine . Die Frau, um die es in dem Prozess geht, wurde für eine groß angelegte Software-Umstellung eingestellt. Das Projekt läuft weiter. Deshalb wollte das Unternehmen den Vertrag bis 2012 verlängern.

Damit stieß die Firma auf Widerstand. Nicht, dass man etwas gegen die Kollegin hätte, betonte der Betriebsvorsitzende. Die Gründe für die Ablehnung seien andere: „Die Firma versucht, immer mehr Stellen durch Mitarbeiter mit befristeten Verträgen zu ersetzen. Wir wollen verhindern, dass die Zahl der unbefristeten Stellen weiter abnimmt.“

Beim Prozessbevollmächtigten der Arbeitgeberseite stieß dieses Argument auf Widerstand. „Das heißt dann wohl, dass es aus Sicht des Betriebsrats nur zwei Alternativen gibt: unbefristete Einstellung oder Erwerbslosigkeit“, meinte er gereizt. Und auch Richter Lutz Bertram merkte an: „Ich wollte es nicht so krass ausdrücken. Aber darauf läuft es hinaus.“

Der Betriebsrat bestand auf einer Entscheidung des Gerichts. Die fiel im Sinne des Unternehmens aus. Die Richter erteilten der Firma ersatzweise die Zustimmung. die ihr die Arbeitnehmervertreter verweigert hatten. Die Mitarbeiterin kann jetzt einen Vertrag bis 2012 erhalten.

jkr

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