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Stadt Peine Peiner besuchen KZ-Gedenkstätte in Bergen-Belsen
Stadt Peine Peiner besuchen KZ-Gedenkstätte in Bergen-Belsen
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10:09 05.10.2018
Besuch im ehemaligen Konzentrationslager: Eine Peiner Gruppe war in Bergen-Belsen. Quelle: privat
Peine

Bedrückt und ergriffen waren die 30 Teilnehmer der Fahrt zum ehemaligen Konzentrationslager Bergen-Belsen mit der Sonderausstellung „Kinder im KZ“. Diese Fahrt, organisiert von der GEW, dem Kreisheimatbund, der VVN-BdA und dem DGB Peine, sollte dazu dienen, sich die Verbrechen der Nationalsozialisten am Beispiel von ganz jungen Menschen vor Augen zu führen.

Leiter führte durch Ausstellung

Der Leiter der Gedenkstätte, Dr. Jens-Christian Wagner, führte durch die Ausstellung. Er erläuterte die unterschiedlichen Formen mit Austausch-, Frauen- und Männerlager, wobei er feststellte, dass es deutlich mehr politische Häftlinge gegeben hat.

Säuglinge den Müttern weggenommen

Ab Sommer 1944 kamen Frauen aus anderen Lagern dazu, um Zwangsarbeit für die Rüstungsindustrie zu leisten. Entsetzt waren die Teilnehmer darüber, dass 5000 bis 10 000 Säuglinge ihren Müttern weggenommen wurden. Diese verschleppten Kinder haben zum Teil ihr ganzes Leben lang ihre wahre Identität nie kennengelernt.

„Das Leid wuchs ständig“

Auf einer der Tafeln hieß es: „Angst war das beherrschende Gefühl im Lager. Die Kinder befanden sich in einer Situation, in der jederzeit das Schlimmste passieren konnte. Die ständige Spannung und Konfrontation mit Gewalt und Terror zerrütteten bei Erwachsenen und Kindern gleichermaßen das innere Gleichgewicht und die physische Gesundheit. Augenblicke der Sicherheit und der Hoffnung waren selten. Das Leid hingegen wuchs ständig – Hunger, Krankheit und das Sterben von Angehörigen und anderen Menschen wurde alltäglich.“

Die Teilnehmer sahen sich die Ausstellung „Kinder im KZ“ an. Quelle: privat

Zum Schluss kamen alle Teilnehmer zu einer Fragerunde zusammen. Für das Frühjahr ist eine weitere Fahrt zum ehemaligen KZ Moringen bei Northeim vorgesehen.

Von Peter Baumeister

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