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Stadt Peine Asse-Wasser-Transport durch Landkreis?
Stadt Peine Asse-Wasser-Transport durch Landkreis?
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14:05 10.01.2018
Streitpunkt Asse-Wasser: Die Bürgerinitiative macht in Sehnde mobil.  Quelle: Archiv
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Kreis Peine

 Denn dieses Asse-Wasser muss aus dem ehemaligen Bergwerk abgepumpt und abtransportiert werden, sonst dürfte die Asse gar nicht mehr betrieben werden. Und dieses Wasser könnte schon bald in die miteinander verbundenen Kalibergwerke Bergmannssegen-Hugo, beziehungsweise Friedrichshall bei Sehnde eingeleitet werden, einen entsprechenden Antrag hat die K+S Kali GmbH als Eigentümerin der Grube beim zuständigen Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) gestellt. „Dieser Antrag wird aktuell noch geprüft. Mit einer Entscheidung ist voraussichtlich im ersten Quartal dieses Jahres zu rechnen“, erklärt Björn Völlmar vom LBEG auf PAZ-Anfrage.

Sollte der Antrag genehmigt werden, könnten die Lastwagen mit dem Asse-Wasser auch durch das Peiner Land fahren. „Tatsächlich steht noch nicht fest, welcher Anlieferungsweg gewählt wird“, sagt Monika Hotopp, Pressesprecherin der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE), im Hinblick auf den Fall der Fälle. „Es gibt verschiedene Routen – und es ist dabei nicht auszuschließen, dass der Transportweg durch den Landkreis Peine führt.“ Hotopp unterstreicht jedoch, dass die Salzlösungen aus der Asse radiologisch unbedenklich seien. Einzig das Radionuklid Tritium sei von Bedeutung, die Konzentration liege jedoch weit unterhalb des Grenzwerts aus der Trinkwasserverordnung.

Doch Bernd Nieding von der Bürgerinitiative „Asse-Wasser-nein-Danke.de“ ist skeptisch. „In Bezug auf die Asse wurde in den vergangenen Jahrzehnten so viel gemauschelt, da hat man einfach komplett das Vertrauen in die zuständigen Stellen verloren“, sagt der Sehnder. „Und vielleicht stellt die Wissenschaft in 20 Jahren ja fest, dass bereits eine wesentlich geringere Dosis Tritium schädlich ist. Beim Asbest wurde ja auch erst später entdeckt, dass eine einzige Faser Krebs auslösen kann.“

Und es sind diese Ängste, die viele Sehnder umtreiben. Mehr als 2500 Unterschriften gegen die Asse-Wasser-Pläne hat die Bürgerinitiative bereits gesammelt. Und Nieding ruft auch die Menschen im benachbarten Peine auf, sich in der Sache zu engagieren. „Was passiert denn, wenn so ein Asse-Wasser-Lastwagen bei der Fahrt durch das schöne Peiner Land einen Unfall hat? Dann sickert reine Salzlauge mit einem gewissen Anteil Tritium ins Grundwasser. Das kann doch auch in Peine keiner wollen“, so der Aktivist abschließend.

Von Tobias Mull

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