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Stadt Peine Neuer Mindestlohn bringt 370.000 Euro Extra-Kaufkraft pro Jahr
Stadt Peine Neuer Mindestlohn bringt 370.000 Euro Extra-Kaufkraft pro Jahr
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00:17 15.01.2019
Der Mindestlohn stieg auf 9,19 Euro Etikett Mindestlohn Der Mindestlohn steigt auf 9,19 Euro pro Stunde: Die Gewerkschaft NGG nennt die Vorteile. Quelle: NGG
Kreis Peine

Auch die Wirtschaft im Kreis profitiert: Die Kaufkraft wächst durch das Mindestlohn-Plus in diesem Jahr um rund 370.000 Euro. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mit und beruft sich auf eine aktuelle Analyse des Pestel-Instituts aus Hannover, das die Auswirkungen der Mindestlohn-Entwicklung regional untersucht hat.

Geld fließt in den Konsum

„Mal ins Kino oder Essen gehen. Und auch mal etwas Neues für den Haushalt anschaffen – fast jeder Euro, den Mindestlohn-Beschäftigte am Monatsende extra haben, fließt in den Konsum. Und einen Großteil davon geben sie vor Ort aus“, sagt Katja Derer von der NGG-Region Süd-Ost-Niedersachsen-Harz. Denn wer zum untersten Lohn arbeite, könne nichts auf die hohe Kante legen. Für die Gewerkschafterin ist der gesetzliche Mindestlohn aber auch nach der aktuellen Erhöhung zu niedrig: „Selbst für eine Vollzeitkraft ist es extrem schwer, mit dem Mindestlohn klarzukommen. Gerade dann, wenn auch noch Kinder im Haushalt leben. Und bei steigenden Mieten sowieso“, so Derer. Die NGG fordert deshalb ein deutlich stärkeres Mindestlohn-Plus. Erst in einer Größenordnung von mehr als zwölf Euro pro Stunde werde die Lohnuntergrenze „langsam armutsfest“.

Zu Tarifverträgen bekennen

Derer sieht bei den Löhnen „Luft nach oben“ und die Arbeitgeber in der Pflicht: „In Branchen wie dem Gastgewerbe und dem Bäckerhandwerk gehen trotz guter Wirtschaftslage selbst Fachkräfte oft nur mit dem gesetzlichen Minimum nach Hause.“ Messlatte sei aber nicht der Mindestlohn, sondern der Tariflohn. Derer prangert die zunehmende Tarifflucht als Hauptgrund dafür an, „dass seit Jahren viel zu viele Menschen im Niedriglohnsektor gefangen sind“ und fordert die Unternehmen auf, sich zu Tarifverträgen zu bekennen.

Das gilt für den Mindestlohn:

Der Gesetzgeber schreibt in Deutschland seit dem 1. Januar 2019 einen Mindestlohn in Höhe von 9,19 Euro pro Stunde vor. Zuvor lag er bei 8,84 Euro. Beschlossen hat dies die für Mindestlöhne zuständige Kommission im vergangenen Jahr. Sie sieht zudem vor, dass der gesetzliche Mindestlohn zum 1. Januar 2020 weiter steigt. So müssen Arbeitgeber ab 2020 mindestens 9,35 Euro brutto pro Stunde bezahlen. Bereits seit dem 1. Januar 2018 gilt der gesetzliche Mindestlohn ausnahmslos in allen Branchen. Das heißt: Tarifverträge einzelner Branchen, die unter dem geltenden Mindestlohn liegen, sind nicht mehr zulässig.

Mindestlohn: Das gilt

Der Gesetzgeber schreibt in Deutschland seit dem 1. Januar 2019 einen Mindestlohn in Höhe von 9,19 Euro pro Stunde vor. Zuvor lag er bei 8,84 Euro. Beschlossen hat dies die für Mindestlöhne zuständige Kommission im vergangenen Jahr. Sie sieht zudem vor, dass der gesetzliche Mindestlohn zum 1. Januar 2020 weiter steigt. So müssen Arbeitgeber ab 2020 mindestens 9,35 Euro brutto pro Stunde bezahlen.

Bereits seit dem 1. Januar 2018 gilt der gesetzliche Mindestlohn ausnahmslos in allen Branchen. Das heißt: Tarifverträge einzelner Branchen, die unter dem geltenden Mindestlohn liegen, sind nicht mehr zulässig.

Von Thomas Kröger

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