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Anna Margret Janovicz feiert heute ihren 95. Geburtstag

Peine Anna Margret Janovicz feiert heute ihren 95. Geburtstag

Peine. „Körperlich bin ich eingeschränkt, aber im Kopf ist noch alles in Ordnung“, sagt Anna Margret Janovicz mit einem Schmunzeln. Die Enkelin des Gründers der Ilseder Hütte, Gerhard Lucas Meyer, und Begründerin der nach ihm benannten Peiner Stiftung, wird heute 95 Jahre alt. Die Jubilarin lebt seit Jahren am Wolfgangsee in Österreich, die Verbindung zu Peine ist jedoch nie abgerissen.

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Schlüsselübergabe 1984: Janovicz stiftete Wohnungen im Gesamtwert von 16 Millionen Mark.

1979 rief Janovicz gemeinsam mit ihrem Ehemann Wilhelm die Gerhard-Lucas-Meyer Stiftung ins Leben. Diese dient dem Unterbringen und Betreuen bedürftiger alter Menschen aus Peine und Umgebung. 79 Wohnungen sind in der Peiner Innenstadt gebaut worden, zum Stiftungsvermögen gehören außerdem 40 Altenwohneinheiten sowie 15 Pflegeplätze. Insgesamt wurden damals 16 Millionen Mark investiert.

Für ihr Engagement erhielt Janovicz 1986 das Bundesverdienstkreuz und 1987 den Ehrenring der Stadt Peine. Zum Geburtstagsempfang, den die Stadt am kommenden Montag für sie gibt, wird sie ihn sicher wieder tragen.

Janovicz wurde in Hannover als Tochter des Aufsichtsratsvorsitzenden der Ilseder Hütte (Justizrat Dr. Wilhelm Meyer) und dessen Ehefrau (der renommierten Schauspielerin Anna Glenk) geboren, machte in der Landeshauptstadt Abitur, wurde akademisch geprüfte Übersetzerin und Diplom-Volkswirtin. Von 1946 bis 1952 war sie in Peine bei der Hütte beschäftigt.

Janovicz begleitet die Gerhard-Meyer-Lucas-Stiftung als Ehrenvorsitzende bis zum heutigen Tage, mit einigen Bewohnern der Anlage steht sie immer noch in regelmäßigem Kontakt. Ihre Korrespondenz, die täglich mehrere Stunden in Anspruch nimmt, führt sie seit zwei Jahren übrigens elektronisch: „Ich habe jetzt ein Notebook“, sagt sie.

Bis vor kurzem ist Janovicz noch jeden Morgen im Wolfgangsee, an dem ihr Haus liegt, schwimmen gegangen. Das habe ihr Arzt ihr mittlerweile verboten, genauso wie die ausgedehnten Spaziergänge, die sie liebte.

Geistig fit hält sie sich mit Kreuzworträtseln und dem Kartenspiel Patience. An ihre Kindheit in Peine erinnert sich Janovicz noch gut. „Ich habe meinen Vater oft zur Arbeit nach Ilsede begleitet, weiß noch genau wie er mich an der Hand über das Hüttengelände führte und mir alles zeigte - was meiner Mutter eigentlich nicht recht war. Die Gerüche aus der Kokerei und das Rattern der Wagen, die zum Hochofen fuhren, waren mir vertrauter als Puppen.“

Ihren 95. Geburtstag feiert Anna Margret Janovicz heute mit Familie und Freunden in ihrem Elternhaus in Hannover.

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