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Althusmann zur PUT-Krise: „Eine dramatische Situation“

Peine Althusmann zur PUT-Krise: „Eine dramatische Situation“

Der niedersächsische Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) hat am Dienstag auf Einladung des Peiner CDU-Landtagsabgeordneten Christoph Plett die Peiner Umformtechnik (PUT) besucht. Er wolle sich direkt vor Ort ein Bild von dem kriselnden Schraubenhersteller machen.

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Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (Mitte) sprach in Peine mit einer PUT-Betriebsratsdelegation, Gewerkschaftsvertretern und Peiner Politikern über die Krise der Peiner Umformtechnik.
 

Quelle: Thomas Freiberg

Peine.  „Das ist eine zerfahrene und dramatische Situation, die dringend gelöst werden muss“, sagte er bei einem Treffen mit einer PUT-Betriebsratsdelegation, Gewerkschaftsvertretern und Peiner Politikern in der Kreis-Geschäftsstelle der CDU. Er appelliere an die unternehmerische Verantwortung des PUT-Gesellschafters Hanse IK, sich für eine Lösung offen zu zeigen.

Doch worin diese Lösung nur bestehen könne, machte PUT-Betriebsrats-Chef Uwe Simon deutlich: „Mit der Hanse IK gibt es keine Zukunft für die PUT. Ein Gesellschafter-Wechsel muss deshalb das Ziel sein.“ Simon unterstrich dabei, dass dies nicht nur die Meinung des Betriebsrates sei, auch das Management sehe kaum noch Hoffnung für die PUT unter dem Dach der Hanse IK.

Rückblick: Die Peiner Umformtechnik scheint in einer tiefen Krise zu stecken, viele Mitarbeiter fürchten um ihren Job. Ein Vorwurf des Betriebsrates: Im Rahmen eines Zukunftsvertrags hatte der Gesellschafter eigentlich zugesagt, dringend notwendige Finanzmittel bereitzustellen – geschehen sei bislang jedoch nichts.

Diesen Mangel an Investitionen unterstrichen beim gestrigen Treffen in Peine auch die beiden Gewerkschafter Frank Raabe-Lindemann und Mathias Wilhelm von der IG Metall. Die PUT sei eigentlich ein potentes Unternehmen – nur müsse jetzt eben auch investiert werden. „Eine solche Firma mit so namhaften Kunden darf nicht einfach so vor die Hunde gehen“, sagte Wilhelm.

Und es sind eben diese namhaften Kunden, die der Wirtschaftsminister nun mit ins Boot holen will – allen voran Volkswagen. Er wolle bei nächster Gelegenheit auf höchster Ebene bei VW auf die Situation bei der PUT hinweisen, um so vielleicht neue Perspektiven zu entwickeln. Um die Krise der PUT zu entschärfen, brachte Althusmann auch eine Landesbürgschaft ins Spiel, ging jedoch nicht näher ins Detail. Außerdem bot er Beratungen bei der Suche nach möglichen neuen Investoren an. „Ich bin jedenfalls fest entschlossen, gemeinsam mit allen Beteiligten bei der PUT und der örtlichen Politik eine Lösung für die Peiner Umformtechnik zu finden“, so der Minister abschließend.

Althusmann kündigte an, noch am Dienstagabend Gespräche mit der PUT-Geschäftsführung führen zu wollen. Über deren Inhalte wurde zunächst nichts bekannt. Auch zur wirtschaftlichen Situation der Peiner Umformtechnik wollte die Geschäftsführung keine Stellungnahme abgeben.

Von Tobias Mull

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