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Althusmann sieht Notwendigkeit zur Neuausrichtung bei der PUT

Peine Althusmann sieht Notwendigkeit zur Neuausrichtung bei der PUT

Kommt jetzt tatsächlich Bewegung in die verfahrene Situation bei der Peiner Umformtechnik (PUT)?

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Ungewisse Zukunft: Die Peiner Umformtechnik an der Woltorfer Straße.
 

Quelle: Thomas Freiberg

Peine. Am Dienstagabend war der niedersächsische Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) vor Ort in Peine und sprach sowohl mit der Arbeitnehmer- als auch mit der Arbeitgeberseite des kriselnden Schraubenherstellers.

 „Im Rahmen meiner Gespräche mit Betriebsrat und Geschäftsführung der Peiner Umformtechnik ist mir die Notwendigkeit zur Neuausrichtung des Unternehmens deutlich geworden“, sagte Althusmann am Mittwoch auf Anfrage der PAZ. „Für einen solchen Fall habe ich in Aussicht gestellt, den Prozess seitens des Ministeriums aktiv zu unterstützen. Zudem habe ich auf die Möglichkeit einer Landesbürgschaft für einen potenziellen Investor hingewiesen.“

Weitere Hilfestellungen hatte Althusmann bereits am Dienstag skizziert – so etwa Gespräche auf höchster Ebene mit dem wichtigen PUT-Kunden Volkswagen sowie die Unterstützung bei der Suche nach einem neuen Investor. Doch reichen den Arbeitnehmern vor Ort diese Absichtserklärungen aus? Oder hätten sie sich noch konkretere Hilfe gewünscht?

„Ich persönlich fand die Aussagen des Ministers glaubwürdig und gut“, sagt der PUT-Betriebsratsvorsitzende Uwe Simon. „Und gerade auch die Zusage, als Aufsichtsrat-Mitglied bei Volkswagen auf unsere Situation hinzuweisen – das könnte wirklich was bewegen.“ Denn die Peiner Umformtechnik gilt als enorm wichtiger Zulieferer für den Wolfsburger Autokonzern. „VW und anderen Kunden stehen dabei komplett hinter uns“, betont auch Betriebsratsmitglied René Tomasch.

Betriebsrats-Chef Simon hofft nun, dass der Besuch des Ministers und eine mögliche Initiative von Volkswagen zu einem Umdenken beim PUT-Geschäftsführer Marc Eberle führt, der auch Geschäftsführer der PUT-Gesellschafterin Hanse Industriekapital ist. „Denn uns ist noch immer nicht klar, was die Hanse IK überhaupt will. Eine Zukunft für die PUT anscheinend nicht“, so Simon abschließend.

Die PAZ hat auch den PUT-Geschäftsführer um eine Stellungnahme gebeten – allerdings ohne Erfolg.

Von Tobias Mull

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