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Ärztin rät zum frühzeitigen und vollständigen Impfen

Europäische Impfwoche Ärztin rät zum frühzeitigen und vollständigen Impfen

„Vorbeugen - Schützen - Impfen“: Unter dem Motto beteiligt sich auch der Landkreis Peine an der Europäischen Impfwoche, die vom 24. bis 30. April ausgerufen wird.

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Die Expertin rät, sich frühzeitig impfen zu lassen.

Quelle: Fredrik von Erichsen

Kreis Peine. „Rechtzeitig und vollständig durchgeführte Impfungen bieten einen Schutz vor vielen Krankheitserregern bei guter Verträglichkeit der modernen Impfstoffe“, so Dr. Bettina Kiessling-Klamka vom Kinder- und Jugendärztlichen Dienst des Landkreises Peine. Schwerwiegende Nebenwirkungen kämen extrem selten vor: „Hier muss zwischen Impfreaktion und Impfkomplikation unterschieden werden“, sagt Dr. Kiessling-Klamka, „Schmerzen im Arm, Rötung oder Verhärtung an der Einstichstelle, Müdigkeit, Kopfschmerzen oder erhöhte Temperatur sind häufig, aber harmlos und klingen nach einigen Tagen ab.“ Schwerwiegende Komplikationen wie ein allergischer Schock oder eine Nervenentzündung seien dagegen absolute Einzelfälle.

In Deutschland gibt es keine Impfpflicht, sondern Impfempfehlungen, die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) mit Sitz am Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin ausgesprochen werden. Die Kosten für die allgemein empfohlenen Impfungen tragen die gesetzlichen Krankenkassen.

Menschen aller Altersgruppen können durch „Kinderkrankheiten“ infiziert werden. Ein hoher Durchimpfungsgrad in der Bevölkerung bietet einen sogenannten „Herdenschutz“: Infektionsketten sind unterbrochen, die Erreger können sich nicht mehr ungehindert ausbreiten. Dadurch werden auch Personen geschützt, die selber noch nicht geimpft werden können. In der Regel entsteht Impfschutz durch Mehrfachimpfung in bestimmten Abständen. Ein Risiko durch „Überimpfen“ besteht nicht.

In Einrichtungen wie Schulen und Kitas kann durch die engen Kontakte rasch eine Ansteckung und Ausbreitung von Infektionskrankheiten erfolgen. Dr. Kiessling-Klamka empfiehlt daher, frühzeitig und vollständig zu impfen. Bei der Krippenbetreuung der Kinder sollte die Auffrischung, also die zweite Impfung, gegen Masern, Mumps und Röteln unbedingt erfolgt sein und ein Schutz gegen Hepatitis B bestehen.

Im Rahmen der Einschulungsuntersuchung kontrolliert der Kinder- und Jugendärztliche Dienst die Impfpässe der Kinder und gibt Hinweise auf fehlende Impfungen und anstehende Auffrischungen, die im Einschulungsalter nötig sind.

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