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Stadt Peine Adolf Cordes erinnert sich an das Kriegsende in Vöhrum
Stadt Peine Adolf Cordes erinnert sich an das Kriegsende in Vöhrum
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14:01 28.04.2018
Der Vöhrumer Adolf Cordes erinnert sich an das Ende des Zweiten Weltkriegs in der Region. Quelle: Thomas Freiberg
Vöhrum

„Meine Mutter sagte ganz verstört ,Die Amerikaner kommen’ zu uns Kindern“, erzählt Cordes. Der Vater war bereits 1938 gestorben, die Familie wohnte beim Onkel Otto Plate „Am Hainwaldweg 217“ direkt am Sportplatz.

„Nachdem honorige Männer aus Peine in Rosenthal die Stadt Peine kampflos den Amerikaner übergeben hatten, haben auch mutige Vöhrumer unseren Ort für den Durchmarsch freigemacht“, so Cordes. „Ich weiß noch ganz genau, wie in endlosen Kolonnen Panzer und Jeeps auf der Schwicheldterstraße durch Vöhrum rollten.“

Waffen mussten auf dem Marktplatz unter der Germania-Figur abgegeben werden. Die Germania steht heute an der Ecke Senator-Voges-Straße/Sedanstraße. Quelle: Archiv

In den folgenden Tagen seien dann die Verwaltungssoldaten gekommen und hätten angeordnet, dass die Einwohner von Vöhrum alle Waffen abzugeben hätten. „Die entladenen Langwaffen wurden in Pyramiden längs der Straße aufgestellt und anschließend in Brand gesteckt“, erzählt Cordes.

„Nach dem Ende des unseligen Krieges war Vöhrum nun ein besetzter Ort. Alle zwei- bis dreihundert Meter stand ein bewaffneter amerikanischer Soldat“, erinnert sich der Vöhrumer. „Wir Kinder sahen nun zum ersten Mal einen dunkelhäutigen Menschen. Tauschen konnten wir mit denen aber nur Eier gegen Kaugummi. Kaugummi war für uns Kinder etwas ganz Neues.“

Der Sportplatz sei von den Amerikanern als Militärfuhrpark genutzt worden. „Die Bewohner der Häuser Plate bis Giere, also Anrainer, musten nach wenigen Stunden Vorlaufzeit für etwa vier Wochen ihre Häuser verlassen. Hier quartierten sich die Amerikaner ein“, erzählt Cordes, der mit seiner Familie in der Bergwerkssiedlung unterkam.

„Als Depot und Zwischenlager ihrer vielfältigen Ernährung hatte sich die Nachschubeinheit die Werkstatt meines Onkels ausgesucht“, so der Vöhrumer weiter. „Als wir nach Wochen wieder in unsere Wohnung ziehen konnten, fanden wir dort einen Fallschirm vor. Im Sommer hatten wir dann alle gelb/grüne Badehosen aus Fallschirmseide an.“

Von Tobias Mull

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