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Stadt Peine „Abeni ist ein Türöffner bei Kindern und Erwachsenen“
Stadt Peine „Abeni ist ein Türöffner bei Kindern und Erwachsenen“
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18:10 26.03.2018
Therapiehund „Abeni“ ist für Ergotherapeutin Anette Krüger ein treuer Begleiter. Quelle: Birthe Kußroll-Ihle
Peine

Mehr als 30 Millionen Haustiere leben in Deutschland und bescheren Besitzern ein gesünderes Leben. Ganz gleich, ob sie nun mit einem Hund, einer Katze oder einem Meerschweinchen ihr Heim teilen - Tierhalter sind häufig glücklicher, weniger stressgeplagt und zufriedener als Menschen ohne Haustier. Das belegen aktuelle Studien.

Insbesondere Hunde steigern durch die täglichen Spaziergänge die körperliche Aktivität der „Zweibeiner“. Denn ein hoher Risikofaktor vieler Krankheiten ist Bewegungsmangel. Zudem motivieren Tiere zur Kontaktaufnahme und geben Menschen mit Handicaps Lebensfreude zurück – eine Fähigkeit, die vor allem bei Therapiehunden gestärkt und gefördert wird. Anette Krüger setzt in ihrer Praxis für Ergotherapie und Logopädie in Peine seit dem Welpenalter ihre jetzt elfjährige Hündin „Abeni“ bei der Behandlung ihrer Patienten erfolgreich ein.

Krüger bestätigt: „Bei Wind und Wetter bin ich mit dem Hund an der frischen Luft und dadurch wenig infektanfällig.“ Und: Wer ein Haustier habe, sei nicht allein. „Der Hund nimmt uns, wie wir sind, ihm ist unser Aussehen egal. Wer ihn mit Liebe anstatt mit Härte erzieht, Nachsicht an seinen Fehlern übt und ihn mit Geduld fördert, wird von ihm mit dem Kostbarsten belohnt - seinem Vertrauen.“

Mit ihrer Hovawart-Hündin hat die Ergotherapeutin die Ausbildung zum Therapie-Begleithundteam absolviert. „,Abeni’ ist Türöffner bei Kindern und Erwachsenen“, sagt Krüger und fügt hinzu: „Ist sie im Raum, setzen sich die Patienten zu ihr auf den Boden, streicheln sie, erzählen oder weinen auch und sind viel eher in der Lage, ihr Problem herauszulassen.“ Vor allem bei Kindern mit der Kommunikationsstörung Mutismus, bei der die Betroffenen kaum oder gar nicht sprechen, erziele sie hervorragende Ergebnisse durch den Einsatz des Therapiehundes.

Mit Sätzen wie „der Hund braucht deine Stimme, ich nicht“ konnte die Ergotherapeutin beispielsweise im Laufe vieler Behandlungen einen Jungen zum Sprechen motivieren. Als er das erste Mal „komm“ zu „Abeni“ gesagt habe, seine Empathie dem Hund auch mit Worten entgegenbringen konnte, habe sie das sehr berührt. „Wenige Wochen später sprach der Junge in der Schule“, freut sich Krüger noch heute.

Der Therapiehund ist immer dabei

Ob bei Spastik, Legasthenie oder Dyskalkulie, wenn Krisen, Burnout-Syndrom, Depressionen oder Ängste vorliegen – der Therapiehund begleitet die Gespräche. Einzige Voraussetzung: Die Patienten müssen eine Affinität zum Hund haben. „Das Erregungsniveau der Patienten sinkt, wenn ,Abeni’ dabei ist“, weiß Krüger. Angstspannungen lösen sich, eine beruhigende Wirkung setze ein, denn dem Tier gegenüber müsse man nichts leisten.

Auch in Gruppen mit Kindern, bei denen ein Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS) behandelt wird, kam „Abeni“ zum Einsatz. „Sie spürt, welches Kind gerade am hyperaktivsten ist, sucht es auf und legt ihm ihren Kopf auf das Bein, so dass sich das Kind beruhigt, den Hund streichelt“, berichtet Krüger. Doch mit elf Jahren ist die Therapiehündin für diese Gruppentherapie mittlerweile zu alt.

„Ich bin wehmütig, jedes Jahr mit ,Abeni’ ist nun ein Geschenk. Ihr Schlafbedürfnis nimmt zu, ihre Spondylose, die Verkalkungen an der Hüfte, machen sie hinten an der Wirbelsäule schmerzempfindlich.“ Ihre Bedürfnisse und noch mehr Zuwendung als bisher hätten jetzt stets Vorrang. Denn: „Haustiere sind Lebewesen, für die wir die Verantwortung tragen. Sie sind nicht nur unsere vierbeinigen Gesundmacher. Es ist ein Geben und Nehmen, aber unterm Strich bekommen wir Menschen zumeist mehr, als wir geben“, weiß Krüger.

Von Birthe Kußroll-Ihle

Kaum ein Tag vergeht, an dem Ingeborg und Albert Brüll nicht im Einsatz für Kinder sind. Die 77-Jährige strickt Söckchen und Mützen für Frühchen eines Kinderkrankenhauses in Dublin, die Strickwaren bringt sie regelmäßig selbst in der Klinik vorbei. Ihr Ehemann betreut seit 2004 zweimal pro Woche die Fahrradwerkstatt der Pestalozzischule in Peine.

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