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AOK: 4232 Diabetiker im Kreis Peine

Welt-Diabetes-Tag AOK: 4232 Diabetiker im Kreis Peine

Die Zuckerkrankheit nimmt immer weiter zu. Doch das persönliche Risiko lässt sich mindern, durch ausreichend Bewegung und eine gesunde, möglichst zuckerarme Ernährung. Experten geben Tipps.

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Eine gesunde, möglichst zuckerarme Ernährung mindert das Risiko, an Diabetes zu erkranken.
 

Quelle: Privat

Peine.  Diabetes mellitus, die Zuckerkrankheit, ist eine der häufigsten Erkrankungen in Deutschland. Bei der Volkskrankheit handelt es sich überwiegend um den sogenannten Altersdiabetes, auch Typ 2 genannt. Allein über die AOK Niedersachsen (2,6 Millionen Versicherte) sind fast 280 000 Betroffene mit einer Diabetes-Erkrankung versichert. Bei den über 60-Jährigen erhält inzwischen jeder vierte diese Diagnose, Frauen sind häufiger betroffen als Männer.

„Im Landkreis Peine zählen wir rund 4232 Diabetiker“, berichtet AOK-Regionaldirektor Armin Schellin. „Wir beobachten über die letzten Jahre einen kontinuierlichen Anstieg der Diagnosen. Zunehmend tritt der Altersdiabetes auch bei Menschen auf, die jünger als 40 Jahre sind. Hier bleibt allerdings unklar, ob die Erkrankung heute besser und schneller identifiziert wird, oder die Menschen tatsächlich kränker werden.“

Zu den Risikofaktoren für die Krankheit zählen Übergewicht, zu wenig körperliche Bewegung, Rauchen und eine ungesunde Ernährung. Auch bestimmte Medikamente oder eine familiäre Vorbelastung können die Entwicklung eines Typ 2-Diabetes begünstigen.

„Wir investieren landesweit rund 9,5 Millionen Euro jährlich in ein spezielles Diabetes-Behandlungsprogramm. Im vergangenen Jahr haben wir zudem 14,8 Millionen Euro für die Förderung der Diabetologischen Schwerpunktpraxen investiert“, sagt Schellin.

In Niedersachsen wurde mit insgesamt 180 Schwerpunktpraxen eine flächendeckende Versorgung von Diabetikern ergänzend zur hausärztlichen Betreuung in Niedersachsen etabliert: Jedes Jahr nutzten rund 70 000 AOK-Versicherte deren spezielle Behandlungsangebote. Seit 2012 gebe es zudem Schwerpunktpraxen mit Diabetischer Fußambulanz.

Auch wenn sich eine Zuckerkrankheit zu Beginn meist nur mit wenigen Symptomen äußerte, seien die Langzeitfolgen gravierend. Bei Diabetikern sei beispielsweise das Risiko für einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall deutlich erhöht. „Dabei lässt sich das persönliche Risiko für eine Erkrankung durch ausreichend Bewegung und eine gesunde, möglichst auch zuckerarme Ernährung effektiv senken“, betont Schellin.

Von Anne-Kathrin Schulze

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