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96 Prozent der Arbeitnehmer wollen Arbeitszeit Grenzen setzen

IG Metall 96 Prozent der Arbeitnehmer wollen Arbeitszeit Grenzen setzen

Mehr als 680 000 Beschäftigte aus rund 7000 Betrieben haben sich bundesweit an der Befragung der Gewerkschaft IG Metall „Politik für alle – sicher, gerecht und selbstbestimmt“ von Mitte Januar bis Ende Februar beteiligt. Im Bereich der IG Metall Salzgitter-Peine haben etwa 8000 Beschäftigte aus 27 Betrieben ihr Votum abgegeben.

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Die Mitglieder der IG Metall machen sich für ihre Rechte und Wünsche stark.

Quelle: Archiv

Kreis Peine. „Diese hohe Beteiligung zeigt: Die Beschäftigten wollen mit ihren Wünschen, Sorgen und Forderungen gehört werden. Sie trauen uns als IG Metall eine Menge zu. Wer im September gewählt werden will, kommt an den Ergebnissen unserer Befragung nicht vorbei“, erklärte Wolfgang Räschke, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Salzgitter-Peine.

Über 95 Prozent der Befragten in Peine und Salzgitter finden es wichtig, den Weg in die Industrie 4.0 mitzugestalten und sie verlangen, dass es sicher und gerecht zugehen muss auf dem Weg in die Arbeitsgesellschaft von morgen. Die Umbrüche in der Arbeitsgesellschaft dürften nicht zum Abbau von Schutzrechten missbraucht werden. Dies gelte gerade für das Arbeitszeitgesetz, warnte Räschke an Politik und Arbeitgeber gerichtet. „Über 96 Prozent der Befragten wollen auch in Zukunft ein Arbeitszeitgesetz, das der Arbeitszeit Grenzen setzt. Dazu gehört auch das Recht auf Abschalten durch gesetzlich vorgeschriebene Ruhezeiten.“

Forderung nach Sicherheit und Gerechtigkeit

Doch je schwächer die Position der Beschäftigten auf dem Arbeitsmarkt sei, umso größer sind die Sorgen um den Arbeitsplatz. Auch daher würden 90 Prozent der Befragten die Abschaffung sachgrundloser Befristung, von Minijobs und prekärer Soloselbstständigkeit fordern. „Denn nur wer keine Angst um die Zukunft haben muss, kann gut und kreativ arbeiten“, sagte Räschke.

Kritisch zu bewerten sei auch die aktuelle Verteilungsgerechtigkeit. Von daher fordern 82 Prozent der Befragten in Salzgitter und Peine eine Wende in der Steuerpolitik.

Bei dem Erhalt des Sozialstaats sind die Ergebnisse hier in der Region noch klarer. 89 Prozent fordern laut Räschke ein höheres Rentenniveau selbst bei steigenden Beiträgen, und rund 95 Prozent fordern, es müsse Schluss sein damit, dass die Arbeitnehmer höhere Beiträge zur Krankenversicherung zahlen als die Arbeitgeber. Das Votum der Beschäftigten ist eindeutig: „Es ist Zeit für mehr soziale Gerechtigkeit“, erklärte die IG Metall.

Von Thomas Kröger

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