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Stadt Peine 50 Jahre Eheglück: „Ich wusste, das wird etwas Besonderes“
Stadt Peine 50 Jahre Eheglück: „Ich wusste, das wird etwas Besonderes“
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08:00 15.06.2018
Helen und Heinz Seelis aus Stederdorf feiern ihre Goldene Hochzeit. Quelle: Janine Kluge
Peine

Schon als kleine Kinder wuchsen sie in der Nachbarschaft zusammen auf, dennoch lernten sie sich nie kennen. Erst als Helen mit 15 Jahren auf ihrem Fahrrad an dem damals 18-jährigen Heinz vorbeifuhr, traf Amors Pfeil den jungen Mann mitten ins Herz. „Irgendwann kam so ein Pettycoat an mir vorbei gerauscht“, erzählt er und lächelt zufrieden. „Da wurde ich neugierig und lief ihr nach, um zu sehen, wo sie hinfuhr.“

Über eine gemeinsame Freundin suchte Heinz Seelis schließlich Kontakt zu der schönen Helen. Für das junge Mädchen trennte er sich sogar von seiner damaligen Freundin, denn „ich wusste, das wird etwas Besonderes“. Und das wurde es auch: 50 Jahre hält die Ehe nun, die einst am 14. Juni 1968 standesamtlich geschlossen wurde.

„Doch für uns zählt der Termin der kirchlichen Trauung. Wir feiern unseren Hochzeitstag immer am 15. Juni“, sagt das Paar, dass an ihrem heutigen Ehrentag ihr Eheversprechen vor Gott erneuern möchte. In einem mit der Familie gestalteten Gottesdienst werden sich Helen und Heinz Seelis noch einmal das Ja-Wort geben.

Trauung gestaltete sich als nicht ganz einfach

Doch so einfach war es damals mit der Trauung nicht: Helen ist katholisch, Heinz damals noch evangelisch. „Ich konvertierte, um Helen heiraten zu können“, sagt Heinz Seelis. Am 15. Juni 1968 konnte dann schließlich kirchlich geheiratet werden – mit Sonnenschein und vielen Traditionen, wie es in ihrer Heimat Aschendorf üblich war.

Helen bewarb sich schließlich auf eine Stelle in Peine, da ihr Mann dort eine Drogerie gekauft hatte. Von da an war die heute 72-Järige mehr als 40 Jahre in Peine im Schuldienst – erst an der Grund- und Hauptschule Dungelbeck, später an der Orientierungsstufe und zuletzt an der Bodenstedt-Wilhelmschule.

„Nach der Hochzeit hatten wir fünf Jahre lang erstmal eine wilde Zeit“, lacht Helen Seelis, und ihr Mann ergänzt. „Mit Kindern ließen wir uns Zeit, wir genossen das Zusammenleben, feierten viel mit Freunden und bauten schließlich ein Haus.“ Später machten ein Sohn und eine Tochter das Familienglück, das bereits durch zwei Enkelkinder gekrönt wurde, perfekt.

Heute wie damals reisen beide Peiner viel durch die Welt. Fast 100 Reisen haben sie in ihrer Ehe schon unternommen, viele davon mit der Austausch-Organisation Friendship Force Braunschweig/Peine. „Man muss neugierig bleiben, mit der Zeit gehen und sich engagieren“, meint Helen Seelis. „Neue Menschen und Kulturen kennenzulernen, am Leben teilzunehmen, spontan und tolerant zu sein macht das Leben wertvoller“, sagt ihr Mann. „So sind die Jahre verflogen.“

Das Hochzeitskleid mit langer Schleppe suchte das Paar damals übrigens gemeinsam aus. „Ich habe es also schon vor der Hochzeit gesehen“, sagt Heinz Seelis und lacht. „Wie man sieht, hat es kein Unglück gebracht.“

Von Janine Kluge

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