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Stadt Peine 269 Flüchtlinge haben einen Job gefunden
Stadt Peine 269 Flüchtlinge haben einen Job gefunden
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08:00 04.10.2018
Integration am Arbeitsplatz: Im Gastgewerbe haben viele Flüchtlinge einen Job gefunden. Quelle: Ngg
Kreis Peine

Integration per Job: Geflüchtet und mit einem Arbeitsvertrag im Landkreis Peine angekommen – so ging es Ende vergangenen Jahres 269 Asylbewerbern. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mit und spricht von einem „Ankommen in der Gesellschaft – bei Kollegen und Chefs“.

Vor drei Jahren waren es nur 62

Die NGG beruft sich auf eine neue Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Danach ist die Zahl der berufstätigen Flüchtlinge aus den acht wichtigsten Herkunftsländern – darunter Syrien, Afghanistan und Irak – stark gestiegen. Vor drei Jahren zählte die Arbeitsagentur im Kreis Peine noch 62 Asylsuchende mit einem Arbeitsvertrag.

„Im Berufsleben Fuß gefasst“

„Die Zahlen zeigen, dass ein großer Teil der Menschen, die in den letzten Jahren zu uns gekommen sind, im Berufsleben Fuß fassen konnte. Und zwar trotz Sprachbarrieren und teils enormer bürokratischer Hürden“, sagt NGG-Regionalchef Manfred Tessmann. Positiv wertet der Gewerkschafter den steigenden Anteil regulärer Jobs. Laut Statistik waren kreisweit 63 Prozent der erwerbstätigen Flüchtlinge sozialversicherungspflichtig beschäftigt. „Diese Menschen verdienen ihr eigenes Geld, sie zahlen Steuern und Sozialbeiträge“, so Tessmann.

Beitrag gegen Fachkräftemangel

Gewerkschafter Manfred Tessmann Quelle: Archiv

Dabei könne Zuwanderung ein Beitrag gegen den Fachkräftemangel sein. Gerade auch das Ernährungsgewerbe suche händeringend Nachwuchs, betont Tessmann. „Hotels, Gaststätten, aber auch Bäckereien, Brauereien und die Lebensmittelverarbeitung haben jahrzehntelange Erfahrungen mit Zuwanderern.“

Mangel ist hausgemacht

Die Botschaft des Gewerkschafters an die Adresse der Betriebe ist klar: „Unternehmer dürfen die Geflüchteten nicht als billige Arbeitskräfte ausnutzen. Es darf keine Zwei-Klassen-Belegschaften und auch keine Ausnahmen beim Mindestlohn oder den Arbeitszeiten geben.“ Denn der Azubi- und Arbeitskräftemangel sei etwa im Gastgewerbe auch durch teils unattraktive Arbeitsbedingungen hausgemacht.

Ins duale Ausbildungssystem kommen

Allein mit Helfer-Jobs gibt es kaum solide Berufsperspektiven. Wichtig sei, dass die Flüchtlinge ins duale Ausbildungssystem kommen. „Azubi statt Aushilfe muss auch die Devise der Unternehmen sein“, sagt Tessmann. Laut Statistik waren im Kreis Peine Ende vergangenen Jahres 19 Azubis mit einem Fluchthintergrund gemeldet.

Von Alex Leppert

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