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250 Türken gingen gegen PKK auf die Straße

Peine 250 Türken gingen gegen PKK auf die Straße

Türkische Fahnen und ein Bild von Republik-Gründer Atatürk trugen die Demonstranten, die am Samstagnachmittag fast zwei Stunden lang durch die Peiner Innenstadt zogen. Die Demo richtete sich gegen den Angriff der in Deutschland verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK, bei dem Dienstag im Osten der Türkei 26 Soldaten getötet worden waren.

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Am Peiner Schützenplatz: Auch hier wehten türkische Flaggen.

Quelle: pif

Peine. Murat Ates (24) und Funda Kocak (17) hatten die Demonstration organisiert, Ates hatte sie am Freitag bei der Stadt angemeldet. „Türken und Kurden sind Brüder“, sagte er. „Wir wollen als Türken nicht in dieses politische Spiel hineingezogen werden“, so Ates. „Wir haben als Organisatoren keine Verbindung zu einer der Moscheen oder gar eine Partei“, betonte er.

Erste Station war das Rathaus. Dort verlas Kocak einen Brief, den ein sterbender Soldat an seine Mutter geschrieben hat. Die Demonstranten antworteten auf Türkisch.

Mit Polizeibegleitung ging es dann Richtung Hagenmarkt. Vor der Spitze des Zuges marschierte Peines Polizei-Chef Thomas Bodendiek. Vier Streifenwagen sicherten die Straßen ab. Die Stadt hatte den Veranstaltern in Absprache mit der Polizei eine feste Route vorgegeben. Zudem war es verboten, politische Parolen zu rufen. Daran hielten sich nicht alle Demonstranten, erkannte Bodendiek, dem ein Dolmetscher zur Verfügung stand. Doch die Ordner des Veranstalters sorgten für Ruhe.

Einen Zwischenfall gab es an der Werderstraße. Dort wurden einige Demonstranten durch Handzeichen provoziert – ausgerechnet von Türken. Bodendiek erteilte den Provokateuren eine Platzverweis. Danach ging es meist schweigend und friedlich durch die Fußgängerzone und zurück über die Nord-Süd-Brücke. Dort gab es sogar Applaus für die Polizei. Die Demo endete friedlich.

pif

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