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Stadt Peine 20-jähriger Peiner hatte auf Opfer eingetreten
Stadt Peine 20-jähriger Peiner hatte auf Opfer eingetreten
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17:15 21.02.2018
Am Amtsgericht Peine wurde der Fall verhandelt.   Quelle: Archiv
Peine

 Für den 20-jährigen Angeklagten hätte es am Amtsgericht Peine ganz anders ausgehen können. Im September des vergangenen Jahres hatte er auf einer Party einen Freund beschuldigt, ihm das Handy geklaut zu haben. Etwas von der Feier entfernt eskalierte der Streit, wobei der junge Peiner sein Opfer schlug und mehrfach auf dieses eintrat. Er entwendete den Ausweis sowie das Fahrrad des Opfers und floh.

Als Strafe muss der Peiner, der zum Tatzeitpunkt 19 Jahre alt war und nach Jugendstrafrecht verurteilt wurde, an einem sechs Monate langem Konfliktlösungskurs teilnehmen. Dabei ist der Schulabbrecher bereits mehrfach vorbestraft und stand in der Vergangenheit auch schon unter Jugendarrest.

Nun nimmt er jedoch an einem Projekt einer gemeinnützigen Organisation teil, das ihn auf das Berufsleben vorbereiten soll. Danach möchte er dann den Hauptschulabschluss nachholen. Die Pädagogen und sein Sporttrainer betonten dem Gericht gegenüber, dass der Peiner sich bemühe und ändern möchte, was sich positiv auf das Urteil auswirkte. Der Angeklagte erklärte, dass er durch den Alkohol überreagiert habe und sich an keinen Grund für die Tat erinnere. Auch wisse er nicht, warum er dem Opfer Ausweis und Fahrrad geklaut hatte. Klar sei nur, dass ihm die Tat leidtue und er sich bessern wolle.

Er hatte sein Opfer mit den Tritten nicht sichtbar verletzt, weshalb die Staatsanwaltschaft die Anklage wegen gefährlicher Körperverletzung zurückzog und es bei Körperverletzung beließ. Auch konnte ihm statt Raub nur Diebstahl nachgewiesen werden, da die Gewalt vermutlich nicht angewandt wurde, um den Diebstahl zu begehen. Dieser sei danach eher „aus der Situation heraus“ entstanden.

In Kombination mit den Bemühungen des Angeklagten und der dadurch eher positiven Sozialprognose forderte die Staatsanwaltschaft lediglich den Konfliktlösungskurs. Das Gericht betonte jedoch, dass die Strafe deutlich höher hätte ausfallen können. Sollte der 20-Jährige den Kurs nicht regelmäßig besuchen, drohen ihm bis zu vier Wochen Jugendarrest.

Von Tilman Kortenhaus

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