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Stadt Peine 140 Besucher lauschten Geschichte des Eisenerzbergbaus im Peiner Land
Stadt Peine 140 Besucher lauschten Geschichte des Eisenerzbergbaus im Peiner Land
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17:00 23.10.2018
Kaum ein Platz blieb frei: Gespannt verfolgten die Besucher den Vortrag über den Bergbau. Quelle: Hendrik Götze
Peine

Zum Vortrag „Vom Tagebau zum Tiefbau: Der Eisenerzbergbau in den Grubenfeldern Bülten, Adenstedt und Schacht Peine – Bergbau im Landkreis Peine“ kamen rund 140 interessierte Besucher in die Räume des Kreismuseums, um dem Geologen Marco Goyer sowie dem Bergingenieur Sebastian Voigt bei ihren Ausführungen zu lauschen. Diese folgten der Einladung des Kreisheimatbundes Peine und zeichneten die Geschichte des Eisenerzbergbaus von der Entstehung der Eisenerzlagerstätten über die Abbautätigkeiten vom Tagebau ab 1860 bis hin zum Tiefbau und zur Schließung in den 1970ern nach.

Viele Bilder veranschaulichten die Geschichte des Bergbaus. Quelle: Hendrik Götze

Nach einigen einleitenden Worten von Dr. Jens Binner als zweiter Vorsitzender des Kreisheimatbundes begann der Vortrag. Beide Referenten erläuterten anhand vieler Bilder abwechselnd die 115-jährige Geschichte des Bergbaus auf Eisenerz im Landkreis.

Schon aus vorchristlicher Zeit gab es auf Grund von Schlackefunden die ersten Hinweise auf eine Verhüttung von Eisenerzen im Peiner Land. Diese erste Phase reichte bis ins dritte Jahrhundert hinein. Eine zweite Phase der Verhüttung begann zwischen dem 10. und 14. Jahrhundert, hier konnten die Eisenerze im Raum Bülten-Adenstedt direkt an der Erdoberfläche aufgesammelt werden.

1858 wurde die „Ilseder Hütte“ gegründet

Nachdem 1856 die „Bergbau- und Hütten-Gesellschaft zu Peine“ gegründet wurde, welche jedoch nach zwei Jahren Konkurs anmelden musste, wurde 1858 die „Ilseder Hütte“ gegründet. Damit begann auch die Phase der Eisenverarbeitung – der Grund für den 1860 ersten abgeblasenen Hochofen in Ilsede. Beliefert wurde dieser von den firmeneigenen Erz-Tagebauen in Bülten-Adenstedt, führten die Referenten auf.

Mit Sprengung der Fördertürme verschwanden sichtbare Spuren

Die Eisenerzförderung im Peiner Raum zur Beschickung der Ilseder Hütte mit Erzen aus heimischer Förderung dauerte 115 Jahre an. Mit der Sprengung der letzten Fördertürme verschwanden in den 1970er und 1980er Jahren die weithin sichtbaren Zeichen des untertägigen Bergbaus im Landkreis Peine. Inzwischen sind nach mehreren Jahrzehnten auch die Spuren in der Landschaft auf den ersten Blick nicht mehr erkennbar.

Zwar steht Peine auch heute noch für Eisen und Stahl, doch die beschriebene Bergbauregion Peine ist bereits Geschichte.

Von Hendrik Götze

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