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VfL Wolfsburg Grizzlys-Keeper Kuhn fror in Paris, hatte aber Spaß
Sportbuzzer VfL Wolfsburg Grizzlys-Keeper Kuhn fror in Paris, hatte aber Spaß
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20:42 07.03.2018
Kälte gewohnt: Grizzlys-Keeper Jerry Kuhn nutzte die Pause für eine Paris-Reise. Dort gab’s Schnee und Eis, sogar der Eiffelturm blieb für Besucher dicht. Quelle: Boris Baschin/dpa
Wolfsburg

Er ist Eishockey-Profi, Kälte gewohnt – insofern fiel Jerry Kuhn nicht aus allen Wolken, als er jetzt in Paris frieren musste. Der Torwart von Eishockey-Erstligist Grizzlys Wolfsburg war mit der Familie unterwegs – ausgerechnet an historisch kalten Tagen in Paris. Der Eiffelturm blieb sogar für Besucher dicht. „Es war eine lange Rückreise, der Flug verschob sich“, sagte Kuhn, der am Mittwochabend zurückkehrte. „Aber wir hatten Spaß.“ Spaß hatte vor allem seine Tochter Andi Jana (3). Denn der Ausflug führte auch ins Disney Resort bei Paris.

Nicht nur Kuhn war unterwegs, die meisten Profis nutzten die Woche ohne Training, um abzuschalten. Brent Aubin war mit der Familie in Monaco, Jimmy Sharrow in der Heimat Massachusetts (unter anderem, um den Super Bowl live zu schauen), Kris Foucault genoss Sonne auf Mallorca, wanderte viel mit Gattin Brittany sowie Söhnchen Theo (knapp 2), der vom Papa bergauf natürlich getragen wird – gleich ein wenig Training für den Torjäger, der zum Trainingsstart der Grizzlys am Freitag nach seiner Verletzungspause wieder einsteigen dürfte.

Weg vom Eis, noch einmal tief durchatmen vor den letzten drei wichtigen Hauptrunden-Spielen – die Profis konnten das gelassen tun, denn zuvor hatten sie bei Spitzenreiter München einen 4:0-Sieg gelandet, nach mageren Wochen sieben Punkte aus drei Partien geholt, Platz vier gehalten. Die Punkte erleichterten auch Kuhn, genau wie seine eigene Vorstellung. Der Keeper, zwischenzeitlich unter den Top Zwei der Liga nach Gegentorschnitt, hatte nämlich, so sah er es selbst, „zweimal schlecht gehalten“ – gegen Mannheim (3:7) und Ingolstadt (4:8) hatte es obendrein die Bude voll gegeben. Er bekam eine Pause, in München gelang ihm dann sein sechster Saison-Shut-Out, das sechste Zu-Null. Kein DEL-Keeper schaffte mehr. Wie gut tat das? Kuhn: „Ein Shut-Out ist schön, aber nicht so wichtig. Wichtig war der Sieg. Für uns als Team, aber natürlich auch für mich nach solchen Niederlagen. So konnten wir alle entspannt die freien Tage genießen.“ Auch, wenn es eisig war...

Von Jürgen Braun

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