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15:41 01.02.2016
Fabian Wiede im Spiel gegen Dänemark. Quelle: dpa
Breslau

Als der Wolff im Tor das letzte Mal zugebissen hatte, den Wurf von Larsen Mads Mensah abgewehrt hatte, gab es kein Halten mehr. Auf der Bank fielen die deutschen Spieler jubelnd übereinander her. Bundestrainer Dagur Sigurdsson explodierte wie ein Vulkan. Und auf der Tribüne wollte DHB-Präsident Andreas Michelmann beim Jubeln seinen Vize Bob Hanning gar nicht mehr loslassen. Deutschland, das Team der Namenlosen, schlägt den haushohen Favoriten, Vize-Europameister Dänemark, mit 25:23 (12:13) und zieht nach acht Jahren wieder in ein Handball-EM-Halbfinale ein. Ein deutsches Jahrhundertspiel in der Jahrhunderthalle. Nach dem Wunder von Breslau geht es heute nach Krakau, wo morgen das Semifinale ansteht.

Die Mixedzone in den Katakomben – eine deutsche Jubelzone. Julius Kühn, der vor vier Tagen noch in Gummersbach auf der Couch gesessen hatte, tanzte mit Deutschland-Schal, schrie mit Erik Schmidt im Arm seine Freude raus: „Kneift mich mal, das ist doch ein Traum.“ Teammanager Oliver Roggisch suchte nach Worten: „Wahnsinn, das 1B-Team schlägt Dänemark. Unser Matchpan ist voll aufgegangen. Wir wussten, wenn wir lange dran bleiben, können wir es packen.“ Und dann freute er sich auf ein Ritual, dass wieder aufleben durfte. Mit dem Halbfinaleinzug fielen die Deutschen bei einer Burgerkette ein und holten sich ihre Fleisch-Prämie – Tradition seit der EM 2002 in Schweden – ab.

Die Mixedzone in den Katakomben – eine deutsche Jubelzone. Julius Kühn, der vor vier Tagen noch in Gummersbach auf der Couch gesessen hatte, tanzte mit Deutschland-Schal, schrie mit Erik Schmidt im Arm seine Freude raus: „Kneift mich mal, das ist doch ein Traum.“ Teammanager Oliver Roggisch suchte nach Worten: „Wahnsinn, das 1B-Team schlägt Dänemark. Unser Matchpan ist voll aufgegangen. Wir wussten, wenn wir lange dran bleiben, können wir es packen.“ Und dann freute er sich auf ein Ritual, dass wieder aufleben durfte. Mit dem Halbfinaleinzug fielen die Deutschen bei einer Burgerkette ein und holten sich ihre Fleisch-Prämie – Tradition seit der EM 2002 in Schweden – ab.

Wer ob der neuerlichen Rückschläge (Ausfälle von Steffen Weinhold und Christian Dissinger) die Deutschen im Schock vermutet hatte, irrte. Und das gewaltig. War es in den ersten Minuten der Berliner Fabian Wiede, der mit Zug zum Tor gefiel, riss der Bald-Berliner Steffen Fäth dann das Spiel an sich. Würfe aus dem Handgelenk oder im Sprung, Anspiele an den Kreis – der Wetzlarer war der Motor und mit sechs Treffern bester deutscher Torschütze.

Da auch die Defensive die Zurückhaltung ablegte, drehten die Deutschen einen 2:4-Rückstand (7.) in eine 6:5-Führung (23.). Gut 1000 deutsche Fans skandierten „Jetzt geht’s los“. Und die hochgelobten Dänen? Sie hielten mit der individuellen Klasse von Superstar Mikkel Hansen gegen, hatten im Magdeburger Michael Damgaard einen Spielmacher, dessen ansatzlose Würfe aus dem Laufen die deutsche Wand immer wieder durchbrachen.

Es wurde so ein nicht erwartetes Spiel auf Augenhöhe, in dem Kleinigkeiten entschieden. Ein Pass, der nicht ankam (Rune Dahmke), zwei, drei strittige Pfiffe der Schiedsrichter oder ein Fehlwurf zu viel (Wiede, Dahmke). Dem folgten wieder geniale Momente. Paraden von Keeper Andreas Wolff, das Zünden der neuen „Waffe“ (O-Ton Sigurdsson), der Hannoveraner Kai Häfner (erstes EM-Tor), oder taktische Umstellungen in der Defensive, die die Dänen aus dem Rhythmus brachten. Sigurdsson: „Wir wollten die Dänen damit immer wieder vor unterschiedliche Aufgaben stellen.“ Es blieb ein Auf und Ab, bei dem die Deutschen führten (10:8/22.), diese Führung aber eben so schnell wieder hergaben (10:12/27.).

Die Achterbahnfahrt ging auch nach der Pause weiter. Nach dem deutschen Turbostart (15:13/33.) ging es wieder abwärts (16:18/42.). Rückstände schienen nur dafür da, aufgeholt zu werden. Ein Krimi, bei dem die Deutschen in der Schlussphase mit vier Treffern in Folge einen 21:23-Rückstand drehten. Abgezockt, routiniert – und mit einem bärenstarken Wolff im Tor, der in der Schlussphase über sich hinauswuchs und wichtige Bälle, insgesamt 15, parierte.

Als Wiede 67 Sekunden vor dem Abpfiff seinen Wurf im linken oberen Eck versenkte, war „Danish Dynamite“ entschärft. Und Sigurdsson konnte es nicht fassen: „Ja, das ist eine Sensation. Ich bin wahnsinnig stolz auf das Turnier und die Jungs. Wie sie auftreten, ist etwas Besonderes.“

Von Jens Kürbis

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