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„Wir sind keine Überflieger-Mannschaft“

Fußball-Kreisliga „Wir sind keine Überflieger-Mannschaft“

Als einziges Team in der Fußball-Kreisliga hat RW Groß Gleidingen noch keinen Sieg einfahren können: Morgen gegen den TSV Dungelbeck soll es den ersten Dreier geben.

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Nach sieben Niederlagen noch lange nicht am Boden: Mario Jakubowski (rechts) und Rot-Weiß Groß Gleidingen hoffen gegen Dungelbeck auf den ersten Sieg.

Quelle: im

Geographisch gesehen beträgt die Entfernung zwischen Gleidingen und Broistedt nur rund 14 Kilometer. In der Fußball-Kreisliga trennen die beiden Teams jedoch nach neun Spieltagen schon Welten. Die Pfeile aus Broistedt marschieren an der Tabellenspitze davon, die Rot-Weißen warten am Tabellenende noch immer auf den ersten Sieg. Bis zu einem Nichtabstiegsplatz sind es schon sieben Zähler.

SV RW Groß Gleidingen – TSV Dungelbeck. Kein Sieg, lediglich einen Punkt, 25 Gegentore, nur fünf erzielte Treffer: Nach acht Spielen steht Groß Gleidingen schon mit dem Rücken zur Wand. Vor der Saison kam mit Bernd Bauer ein neuer Trainer, der keinen glücklichen Start erwischte.

Allerdings sind die Rot-Weißen von Verletzungen geplagt und zwar genau da, wo die Gleidinger in den vergangenen Jahren ihre Stärken hatten: in der Defensive. „Gerade auf die Abwehr habe ich gesetzt, und da müssen wir jetzt gezwungenermaßen mit einer Rumpftruppe spielen“, beklagt der SV-Coach-Bauer, der aus Steterburg kam.

Von dort hat er gleich sechs Akteure mitgebracht, lediglich zwei davon können derzeit auflaufen. „Gregor Schwierz und Patrick Wirthmüller haben nur sporadisch gespielt, auch Torwart Michael Büto ist jetzt angeschlagen“, bedauert Bauer.

Im Tor hat der Coach die Qual der Wahl. Denn mit Büto und Andree Börner haben die Gleidinger gleich zwei „Klasse-Keeper“, wobei der Wechsel zwischen den beiden Schlussmännern abgesprochen ist. „Einer ist Vater geworden, der andere wird es demnächst. Deswegen haben wir das so vereinbart“, erläutert Bauer, der mit den zwei vergangenen Partien schon zufriedener gewesen ist. „Wir sind besser, als es der Tabellenstand aussagt“, ist sich Bauer sicher. Dennoch: Die Tabelle lügt nicht. Druck verspürt der neue Coach jedoch nicht. „Im Umfeld des Vereins ist es ruhig, aber wir wollen natürlich punkten. Das ist klar“, sagt der Trainer.

Im Heimspiel gegen Dungelbeck soll nun unbedingt der erste Dreier her. „Wir müssen aufpassen, dass die Durststrecke nicht mehr lange dauert“, sagt Bernd Bauer, bleibt gleichzeitig aber auch gelassen: „Mit zwei Siegen sind wir wieder dran am Klassenerhalt.“

FC Pfeil Broistedt – VfB Peine II. Acht Spiele in Folge ungeschlagen, den stärksten Angriff und die wenigsten Gegentore – die Bilanz des Tabellenführers aus Broistedt ist beeindruckend. Wer soll die Pfeile noch stoppen? „Wir sind keine Überflieger-Mannschaft“, warnt Kapitän und Keeper Oliver Hirsch, „außerdem gibt es viele gute Teams in der Kreisliga.“

Das erfuhren die Bezirksliga-Absteiger gleich im ersten Spiel, als es gegen den Aufsteiger TSV Clauen/Soßmar eine Niederlage setzte. „Wir sind da zu arrogant aufgetreten. Wer weiß, wozu es gut war, dass wir gleich zum Anfang auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wurden“, spekuliert Hirsch. Denn jetzt läuft es bei den Pfeilen rund, auch wenn es am vergangenen Wochenende mit Glück nur zu einem Punktgewinn gegen BW Schmedenstedt reichte.

„Die Schmedenstedter waren schon enorm stark, Vöhrum kommt auch noch. Aber letztlich können wir uns nur selbst stoppen, wenn wir uns nicht bewusst machen, dass die anderen auch Fußball spielen können“, erklärt der FC-Torwart. Wichtig sei, die Spannung hochzuhalten. „Wir müssen in jedem Spiel hundert Prozent geben, das ist Voraussetzung“, betont der Broistedter Schlussmann. Voraussetzung ist auch ein funktionierender Teamgeist. „Der ist bei uns vorhanden, keine Frage. Der Zusammenhalt macht uns stark. Da kommt es auch zugute, dass wir keine Abgänge hatten“, sagt Oliver Hirsch, dessen Trainer Bernd Nixdorff in der vergangenen Woche in Barcelona, der Stadt des Champions-League-Siegers, weilte.

Den Titel haben die Pfeile in der Kreisliga dagegen noch nicht, aber sie sind auf einem guten Weg dahin.

Marian Naase

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