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Sport Regional Wiederaufstieg? „Wir werden es probieren“
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23:00 02.06.2009
Lobende Worte: Nach dem letzten Spiel gegen Wolfenbüttel rief Lengedes Trainer Thomas Mühl seine Spieler zu einem Kreis zusammen. Seinem Team sagte er, dass es trotz des Abstiegs stolz auf die Saison sein könne. Elf Siege und sechs Unentschieden reichten nicht zum Klassenerhalt. Quelle: rb
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Eine Saison waren sie die Nummer eins im Peiner Land, doch nun ist das Abenteuer Fußball-Bezirksoberliga für den SV Lengede schon wieder beendet. Ein mageres Pünktchen fehlte dem Aufsteiger am Ende zum Klassenerhalt. Im Interview mit PAZ-Sportredakteur Christian Meyer zog Trainer Thomas Mühl trotzdem eine positive Bilanz. „Wir haben uns sehr ordentlich präsentiert.“

Herr Mühl, eine Nacht hatten Sie zum Verarbeiten des Abstiegs. Waren es Albträume oder waren es schöne Erinnerungen an die Fußball-Bezirksoberliga, die Ihnen durch den Kopf gegangen sind?
Es waren die schönen Momente. Wir haben eine Menge dazugelernt – unter anderem auch mit Niederlagen umzugehen. Wir waren auf Fußballfeldern, die wir zuvor noch nie gesehen haben und haben uns ordentlich präsentiert.
Was genau hat das Team dazugelernt?
Wir hatten anfangs Schwierigkeiten mit dem Tempo, doch im Laufe der Saison haben wir immer besser umgeschaltet, waren aggressiver und haben unsere Ordnung behalten. Die Saison war für jeden in taktischer Hinsicht hilfreich, egal ob er viel oder wenig gespielt hat.
Häufig führen Niederlagen und Abstiege aber auch zu Zwist in Verein und Mannschaft, Leistungsträger verlassen den Verein. Hat die Bezirksoberliga dem SVL wirklich in jeder Hinsicht gutgetan?
Ja, davon bin ich überzeugt. Es war richtig schön, zu sehen, wie sich die Mannschaft Sonntag nach dem dritten Tor gegen Wolfenbüttel über den Sieg gefreut hat. Das war ein klares Zeichen: intern läuft es bei uns richtig harmonisch, der Spaß steht im Vordergrund.

Am guten Zusammenhalt hat es demnach nicht gelegen, warum hat es letzten Endes nicht zum Klassenerhalt gereicht?
Weil wir zu unerfahren waren und die einfachen Sachen nicht hinbekommen haben. Wenn wir zu Hause 2:0 führen, müssen wir das auch mal ins Ziel bringen. Leider hatten wir individuell den ein oder anderen Aussetzer.
Vor allem gegen die direkten Konkurrenten um den Nichtabstieg.
Die waren ja nicht besser, aber einfach einen Tick cleverer.
Spieler wie Dominik Franke haben sich für höhere Aufgaben empfohlen. Oberligist Freie Turner Braunschweig ist sehr an dem Mittelfeldspieler interessiert. Ist das Talent nach dem Abstieg überhaupt zu halten?
Er hat sicherlich den größten Sprung gemacht. Als A-Jugendlicher 17 Tore in der Bezirksoberliga zu erzielen, das ist schon was. Wir haben nach dem Spiel gegen Wolfenbüttel noch einmal zusammen gesprochen. Er hat um ein bis zwei Wochen Bedenkzeit gebeten. Dass er vielleicht doch noch bleibt, hat vor allem mit dem tollen Teamgeist zu tun. Ich habe ihm gesagt, dass er auch in der Bezirksliga noch dazulernen kann. In der nächsten Saison müsste er noch mehr Verantwortung übernehmen und hätte Zeit, konstanter zu werden. Ich hoffe und wünsche mir, er bleibt.
Gibt es auch Abgänge, die bereits feststehen?
Stürmer Alex Schmilewski studiert in Gießen und wird in der nächsten Saison dort auch spielen. David Garcia-Gordon wechselt zu Teutonia Groß Lafferde. Bei uns war er Ersatzmann, er möchte wieder über 90 Minuten spielen.
Unklar ist auch noch, ob Routinier und Leistungsträger Jörg Heyne seine Karriere beendet.
Jörgs Frau erwartet ihr zweites Kind. Ich werde mit beiden noch einmal sprechen, ob es Möglichkeiten gibt, damit er noch eine Saison dranhängt. Ich bin der Meinung, so ein altgedienter Fußballer und Lengeder Aushängeschild darf seine Karriere nicht mit einem Abstieg beenden.
Eine Meisterschaft wäre sicherlich die bessere Variante. Welche Chancen hat der SVL auf den direkten Wiederaufstieg?
Es wird schwierig, probieren wollen wir es selbstverständlich. Und wenn neben den bereits feststehenden Abgängen keine weiteren dazukommen, haben wir gute Chancen.

Und wer kommt dazu?
Maik Schendera aus Edemissen und zwei, drei A-Jugendliche. Florian Geisler zum Beispiel ist ein technisch sehr versierter Stürmer.
Grün-Weiß Vallstedt hat bereits den Aufstieg in die Bezirksoberliga geschafft, der VfB Peine steht kurz davor. Was raten Sie beiden Teams für die Bezirksoberliga?
Beide sind eigentlich erfahren genug. Sie sollten nicht ängstlich sein, befreit aufspielen, ihr eigenes Spiel machen – dann holen sie auch die Punkte.
Kann eine Mannschaft aus dem Kreis Peine auf Dauer überhaupt in der Bezirksoberliga mithalten?
Wir haben gesehen, dass es nicht unmöglich ist. Doch auf Dauer reicht es nicht, es zum Großteil mit Eigengewächsen zu versuchen. Wer richtig mithalten will, muss auch Geld in die Hand nehmen, zumal es im Kreis Peine auch nicht genügend gute Fußballer gibt.

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