Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Sport Regional Von 0 auf Triathlon: Volkshochschul-Kurs-Starter zufrieden
Sportbuzzer Sportmix Sport Regional Von 0 auf Triathlon: Volkshochschul-Kurs-Starter zufrieden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:00 18.06.2018
Trainer Carsten Janecke gefiel die Leistung seiner Schützlinge des Kreisvolkshochschul-Kurses. Er blies im Ziel und an der Strecke für die Triathlon-Neulinge auf dem Horn. Maren Tacke (kleines Bild) bog mit einem Lächeln auf die Ziellinie. Quelle: Ralf Büchler
Vöhrum

Als es in Strömen regnete, hatte der Vöhrumer Trainer Carsten Janecke eine gewagte Idee für seine 14 Dreikampf-Grünschnäbel, die er in einem Kursus der Peiner Kreisvolkshochschule auf den ersten Triathlon ihres Lebens vorbereitete. Unter der Autobahn-Brücke am Sundern sollten seine Schützlinge in einer Krafteinheit Medizinbälle gegen die Wand werfen und Gewichte stemmen, während vorbeifahrende Autofahrer irritiert guckten. Doch das Experiment kam nicht nur an, es zeigte auch Wirkung. „Das war eine richtige Rocky-Einheit, wir fanden das super“, schwärmt Sven Kostka. Der 46-Jährige hat es geschafft. Er meisterte Sonntag in Vöhrum den ersten Triathlon seines Lebens – und die Glücksgefühle verkrümelten sich auch dann nicht, als seine Frau Anette ihn auf der Laufstrecke doch noch überholte.

Medizinbälle, Regen, den gefürchteten Schweinehund, Kälte, ihren Mann – Anette Kostka hat sie alle bezwungen. Die 43-Jährige hat sich in acht Monaten mit 13 Mitstreitern in einem Kursus an der Peiner Kreisvolkshochschule auf den ersten Triathlon ihres Lebens vorbereitet. Von 0 auf Triathlon! „Im vergangenen Jahr hatte ich den Artikel über die ersten Teilnehmer des Volkshochschul-Kurses in der Zeitung gelesen. Und dann haben wir gedacht: Anstatt eines Spanisch-Kurses wagen wir auch mal Triathlon“, erzählt die selbstständige IT-Beraterin.

Bereut hat sie es auch bei der extravaganten Mucki-Einheit unter der Autobahn-Brücke nicht. „Aber danach hatte ich den ersten richtig fiesen Muskelkater“, verrät Anette Kostka. Einsteigern legt sie das Training in der Gruppe ans Herz. „Es ist einfacher. Ich bin mir sicher, sonst hätte ich das so nicht geschafft.“ Nicht nur die Gruppen-Dynamik im Training sei ein Vorteil, auch das gegenseitige Mutmachen. Als ihr und den Kurs-Mitstreitern kurz vom Schwimmstart am Eixer See zum Beispiel kurzzeitig doch noch etwas flau im Magen wurde, stellten die Anfänger alle fest: Zusammen nervös sein ist so beruhigend!

Im Wettkampf lief es bei allen sogar besser als erwartet. Ein Grund: Die Atmosphäre mit applaudierenden und Rasseln schwingenden Zuschauern. „Die Leute an der Strecke zu sehen und zu hören, war einfach geil“, schwärmte Sven Kostka. Seine Frau spornte noch etwas anderes an: „Mein Mann ist ein guter Schwimmer, aber ich wollte ihn danach noch einholen. Ich hatte gehofft, ich kriege ihn schon auf dem Rad, aber beim Laufen hat es dann doch noch geklappt“, stellte sie erfreut fest.

Seit Oktober hatte Triathlon-Trainer Carsten Janecke aus dem Tri-Team Vöhrum die Anfänger auf das Abenteuer vorbereitet. Dreimal die Woche trainierten die Einsteiger mit dem erfahrenen Triathleten, der als B-Lizenz-Inhaber ansonsten auch mit Leistungssportlern zusammenarbeitet. Doch die Anfänger haben ihn in Sachen Tatendrang genauso überzeugt. „Mir hat es wieder riesig Spaß gemacht. Denn alle waren motiviert und wissbegierig“, sagte er.

Und der Trainer bekam auch ein Lob – obwohl er im Training auch mal Bergläufe im Herzberg ansetzte. „Carsten hat uns toll motiviert“, betonte Maren Tacke, die mit 23 Jahren die Jüngste der Anfänger-Truppe war. Ihr Fazit trotz großer Aufregung am Vortag und fiesem Gegenwind auf der Radstrecke: „Ich würde es nochmal machen. Wenn man im Stadion die Kurve läuft und alle applaudieren, dann merkt man plötzlich, dass man zwei Schritte schneller läuft.“

Heike Lüddecke ist schnellste Kursus-Starterin

Die Kursus-Teilnehmer „Von 0 auf Triathlon“ mit Zeiten und Platzierungen bei den Männern beziehungsweise Frauen:

Heike Lüddecke (1:34:10 std., 45.); Anette Kostka (1:35:01/ 49.); Sven Kostka (1:35:27/ 107.); Wilfried Lampe 1:40:39/ 120.); Maren Tacke (1:42:05/ 63.); Frank Thomas (1:43:50/ 127.); Bettina Konopatzki (1:55:56/ 77.); Christian Mutke (2:05:25/ 144.).

Am Staffelwettbewerb nahmen zudem teil: Astrid Christophersen, Svea Meier, Stephanie Kliem (Staffel 1 – 1:41:38 std.) sowie Sabine Braun, Sven Harnagel, Rauthgundis Harnagel (Staffel 2 – 1:32:30 std.).

Von Christian Meyer

Als die erste Ergebnis-Liste veröffentlicht wurde, feierten die Landesliga-Triathleten der Peiner Tri-Speedys schon. Heimsieg! Doch dann das: Liga-Überflieger ASC Göttingen hatte Erfolg mit einem Einspruch, die Tri-Speedys wurden Zweiter in Vöhrum. 674 Starter waren beim 22. Peiner Triathlon angetreten. Marcus Lenk war Schnellster der Peiner Tri-Speedys.

18.06.2018

Viele Besucher, viele Starter, gutes Wetter, familiäre Atmosphäre: Der Peiner Reit-und Fahrverein um seinen neuen Vorsitzenden Karsten Matthies war rundum zufrieden mit seinem Turnier für Einsteiger, in dem auch die Vereinsmeister ermittelt wurden.

16.06.2018

Seinen Aufwärtstrend fortgesetzt hat Jonathan Judek beim ADAC GT Masters: Denn auf dem Red Bull Ring in Spielberg (Österreich) fuhr der Bierbergener zusammen mit Jimmy Eriksson vor mehr als 12000 Zuschauern auf Platz 26.