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Völlig entkräftet bei Kilometer 115

Spartathlon Völlig entkräftet bei Kilometer 115

Es sollte nicht sein: Der Oberger Ultraläufer Maik Dieroff gab beim Spartathlon 2009 vorzeitig auf, Körper und Geist versagten ihm dieses Jahr den Dienst. Anders als Sieger Ryoichi Sekiya (Japan), der die 246 Kilometer von Athen nach Sparta in 23:48:24 Stunden bewältigte, stieg Dieroff nach knapp der Hälfte der Strecke ermattet aus.

„Ich kam die Berge nicht hoch, keine Kraft“, sagt der Extremsportler nach dem Lauf durch Griechenlands heißen Süden. Hauptgrund seines Scheiterns sei die unzureichende Vorbereitung gewesen. „Von Mitte Juli bis Mitte August konnte ich keinen Meter laufen.“ Die linke Hüfte habe während der Hochtrainingsphase „gestreikt“, genauer: Sie war blockiert. Dieroffs Bewegungseinschränkung wurde später von einem Chiropraktiker beseitigt. Zu spät. „Mir fehlte die Grundlagenausdauer. Außerdem die mentale Stärke, die man durch die stundenlangen Trainingsläufe kriegt“, erklärt der 40-Jährige. Das Versäumte sei nicht mehr aufzuholen gewesen.

Trotzdem ging Dieroff an den Start. Weil der Spartathlon für ihn der Wettkampf-Höhepunkt des Jahres ist. „Auch wegen der Wiedersehensfreunde“, sagt er, schließlich treffe er altbekannte Laufkumpane. Und: „Es hätte ja gutgehen können“. Doch bei Kilometer 115 wusste er, 2009 reicht es nicht, um ins Ziel zu kommen. „Beim Spartathlon muss vorher und während des Laufs alles stimmen. Sonst schafft man es nicht“, sagt Dieroff.

In den zurückliegenden Jahren scheiterte der über die Kreisgrenzen hinaus bekannte Extremsportler beim Spartathlon lediglich 2007. Sieben Starts, fünf Mal im Ziel – so lautet seine gute Bilanz. Im September 2010 will Dieroff wieder beim griechischen Kult-Lauf dabei sein. Hoch motiviert und bestens trainiert. Im November soll die Vorbereitung beginnen: „Attacke“, sagt er. Dieroff will seine diesjährige Niederlage unbedingt wettmachen.

jh

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