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Virzi: Im einfachen Streifenanzug zu Bronze

Kraftdreikampf: World-Cup Virzi: Im einfachen Streifenanzug zu Bronze

Man braucht keinen modernen Anzug, um einen guten Eindruck zu hinterlassen. Das hat Kraftdreikämpfer Francesco Virzi von VT Union Groß Ilsede beim World Cup in Schweden bewiesen.

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Anspannung vorm entscheidenden Moment: Francesco Virzi schaffte im Kreuzheben 250 Kilo in Stockholm.

Quelle: oh

Bei dem Wettkampf, bei dem keine leistungsunterstützende Ausrüstung wie eben spezielle Gewichtheber-Anzüge erlaubt sind, erkämpfte Virzi im Bankdrücken Bronze und wuchtete in der Summe aller drei Disziplinen sogar eine persönliche Bestleistung.

Der Wettkampf im Classic Powerlifting in Stockholm sollte für den 29-Jährigen Vöhrumer der Jahreshöhepunkt werden. Zurück zu den Wurzeln des Kraftsports, hatte sich Virzi auf die Fahnen geschrieben. Denn wer im Kraftdreikampf bei internationalen Wettkämpfen vorne mitmischen will, für den sind leistungsunterstützende Kleidungsstücke normalerweise Pflicht. Vor allem das knalleng anliegende Drückerhemd und der Kniebeugeanzug aus superfestem Polyester stärkt die Muskulatur, sodass deutlich schwerere Gewichte hochzuhieven sind. Doch genau die waren in Stockholm verboten.

Virzi nahm in der Klasse bis 83 Kilo Körpergewicht den Kampf mit den Hantelscheiben und zwölf Gegnern aus der ganzen Welt auf. Aus der Kniebeuge heraus schaffte er im zweiten Versuch 250 Kilo und wollte danach noch den Silberrang angreifen. „255 Kilo waren aber zu schwer“, bedauerte der Physiotherapeut, der sich in dieser Diszplin mit Platz vier zufrieden geben musste.

Im Bankdrücken lief es sogar noch besser. Drei Versuche - und alle drei gültig. Virzi steigerte sich von 167,5 über 172,5 auf 177,5 Kilo und durfte sich über die Bronzemedaille freuen. Kleiner Wermutstropfen: Dem Kanadier Lutz Connor reichte die gleiche Last zur Silbermedaille. Doch Connor brachte fast zwei Kilo weniger auf die Waage, sein Vorteil. Gold ging mit Weltrekord von 192,5 Kilo an den Polen Kamil Woichiechowski.

Leicht ins Wackeln geriet Virzi im abschließenden Kreuzheben. Der erste Versuch mit 250 Kilo wurde deshalb ungültig gegeben. „Die Wiederholung habe ich dann jedoch locker geschafft“, schilderte Virzi, der kein Risiko gehen und mit der Einstiegslast erstmal seinen fünften Platz in der Gesamtwertung absichern wollte. Im Endspurt gönnte sich Virzi noch eine Attacke auf den dritten Platz. Mit 272,5 Kilo wollte er zudem die magische Totalmarke von 700 Kilo knacken. „An diesem großen Sprung bin ich aber gescheitert. Doch bis auf das Kreuzheben bin ich mit dem Ergebnis zufrieden“, bilanzierte Virzi, dem mit seiner Gesamtleistung von 677,5 Kilo eine persönliche Bestleistung gelang.

Im Kraftdreikampf hatte es Virzi auf den fünften Platz geschafft. Den World Cup gewann der Kasache Davranbek Turakhanov der beeindruckende 720 Kilo wuppte. Virzi bereitet sich nun auf die Landesmeisterschaft im August vor. „Mal schauen, ob vor heimischer Kulisse die 700 Kilo fallen wollen. Ich habe gemerkt, dass mir im Rumpf die Stabilität fehlt. Daran werde ich bis dahin arbeiten“, sagte er.

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Wendlandt: 315 Kilo mal „so zum Spaß“

Nach Stockholm begleitet hatte Virzi seine Partnerin Mareen Wendlandt, die nur wenige Tage zuvor erfolgreich bei der Europameisterschaft der Kraftdreikämpferinnen an den Hanteln war. „Für Mareen war dieser Wettkampf nur ein kleiner Spaß, da sie mich sowieso begleitet hätte. Hätte sie die EM nicht in den Knochen gehabt, so wäre ein sechster Platz durchaus realistisch gewesen“, ordnete Virzi ein.

Die 21-Jährige beugte 115 Kilo, drückte 65 Kilo auf der Bank und steigerte sich im Kreuzheben noch auf 135 Kilo. Mit einer Totalleistung von 315 Kilo wurde sie Neunte im Feld der zwölf Starterinnen der Gewichtsklasse bis 52 Kilo. „Sie war die zweitstärkste Juniorin der gesamten Veranstaltung nach Punkten“, verwies Virzi darauf, dass die anderen Starterinnen bereits der älteren Aktivenklasse angehören.

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