Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 0 ° Schneeregen

Navigation:
Viel Matsch, viel Lob und mehr als 240 Starter

Mountainbike-Rennen in Peine Viel Matsch, viel Lob und mehr als 240 Starter

Viele Teilnehmer waren erstaunt, wie schwer so ein Rennen im Flachland sein kann: Reichlich Lob gab es für die dritte Auflage des Fischteich-Hölle-Rennes, das die Eulenexpress-Mountainbiker des RSC Wanderlust Peine ausgerichtet haben. Mehr als 240 Teilnehmer strampelten mit. Den Marathon (50 Kilometer) gewann Alexander Richter aus Herford.

Voriger Artikel
Wegen Laura Gredner: VfB/SC optimistisch
Nächster Artikel
Lafferdes Tempo-Handball zahlt sich aus: Spitzenreiter!

Zweierverfolgung: Die beiden haben einen Matschplan und kämpfen sich durch den Parcours. Bild rechts: Auch im Flachland gibt es manchmal steile Anstiege.

Quelle: Eulenexpress

Kreis Peine. Morgens um 5 Uhr standen die Organisatoren des Fischteich-Hölle-Rennens in der Kieskuhle und überlegten, ob es in Anbetracht von Regen und Matsch wohl Spaß machen könnte, hier mit dem Fahrrad durchzufahren. Ihr Urteil: Nein!

Also entfiel die „Kieskuhle des Grauens“ genannte Passage, und die Flatterbänder, mit denen der Parcours eingegrenzt war, wurden schnell nochmal umgesteckt. Denn vier Stunden später war schon Start des ersten Rennens.

In die Kieskuhle rollten die Teilnehmer des Mountainbike-Rennes zwischen Bülten und Handorf aber dennoch. „Sie mussten einen Dornbusch umfahren und dann den Anstieg hinauf“, schilderte Frank Eggert vom RSC Wanderlust. Die Eulenxpress-Mountainbiker in diesem Verein hatten das Radrennen organisiert. Und trotz der nächtlichen Regengüsse: „Wir hatten tagsüber Glück mit dem Wetter“, sagte Eggert.

Waren bei der Erstauflage 186 Radler am Start, kamen im vergangenen Jahr 273 Wagemutige. „Diesmal hatten wir mehr als 240 Zahlende“, sagte Eggert. Wieviele Starter es genau waren, konnte er aber noch nicht herausfinden. „Weil es vorher geregnet hatte, sind einige nicht gekommen. Und etliche hatten sich beim Rennen nicht bei der Zeitnahme abgemeldet und sind deshalb nicht in den Ergebnislisten.“

184 Starter sind darin allerdings aufgeführt, und die sportlich beste Leistung bot Alexander Richter aus Herford, der vormittags das Marathon Rennen (knapp 50 Kilometer in 2:20,43 Stunden) gewann und nachmittags über 22 Kilometer auf Rang 2 (1:10,22) landete. Schnellster Fahrer auf der Kurzstrecke war der Wolfsburger Volker Lutz, der in 1:05,56 durch die Strecke bretterte. In der Master-Altersklasse siegte Dany Bremus (1:51,17) vom Tri-Team Vöhrum.

Viele der Teilnehmer – die nicht nur aus Niedersachsen kamen – waren erstaunt, wie schwer so ein Rennen im flachen Land sein kann. „Bei Bergen gibt es zwar anstrengende Anstiege, man kann aber hinterher hinabrollen. Beim Fischteich-Hölle-Rennen ging es gefühlt ständig bergauf“, schilderte Eggert die sportliche Quälerei durch Matsch- und Sand-Passagen, über Wald- und Feldwege.

Für ein paar Teilnehmer, die sich auf der Kurzstrecke einen Zielsprint lieferten, gab es noch einen weiteren Tiefschlag. „Wir mussten ihnen sagen, dass sie noch eine Runde fahren müssen. Sie hatten erst die Hälfte hinter sich“, sagte Eggert lachend.

Auch für die Kinder sei es eine Herausforderung gewesen, die sie aber meisterten. „Ein Mädchen in der U13 war nach einiger Zeit noch als einzige auf der Strecke. An einer steilen Abfahrt erklärte sie mir, dass sie schon zweimal ins Wasser gefallen ist, das Rennen aber zu Ende fahren muss, weil es so viel Spaß macht“, berichtete Streckenposten Frank Rothe. „Das nenne ich Sportsgeist!“

Eine andere Herausforderung gab es für die (verkleideten) Starter im „Fun-Race“. Bevor sie losfahren konnten, mussten sie zwei Butterkekse und einen Mohrenkopf essen und „La Paloma“ pfeifen. Die Zuschauer entschieden, wann die Melodie so gut zu hören war, dass sie starten durften. Der Sieger kam an einen „Pranger“ und musste sich selbst befreien.

Nach Abschluss der Fischteichhölle war Frank Eggert zufrieden. „Natürlich fällt mal jemand hin, aber wir hatten keine schwerer Verletzten. Die Sanitäter hatten zwei Einsätze: Ein Fahrer hatte keine Luft bekommen und ein Kind hat geweint. Als sich die Sanitäter näherten, ist es aber schnell weitergefahren.“

Insgesamt sei die Veranstaltung dank einer hervorragenden Team-Vereinsarbeit sehr gut gelaufen. Die Unterstützung durch Kieskuhlen- und Waldbesitzer, den Angelverein und die Naturschutzbehörde habe das Rennen erst ermöglicht.

Einige Teilnehmer haben schon angekündigt, im nächsten Jahr wieder dabei zu sein. „Wir müssen aber noch sehen, ob wir das Rennen 2018 wieder veranstalten. Vielleicht machen wir in dem Jahr mal eine Pause“, sagt Eggert.

Alle Ergebnisse gibt es im Internet unter fischteichhölle.de

Von Matthias Press

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Sport Regional
Die besten Wettquoten für die Bundesliga gibt es bei SmartBets.