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Vallstedts Plan: Stürmen und siegen

Fußball-Bezirksoberliga Vallstedts Plan: Stürmen und siegen

Reizvolles Derby in der Fußball-Bezirksoberliga: Der VfB Peine erwartet den zuletzt so erfolgreichen Mitaufsteiger aus Vallstedt.

Viel vorgenommen hat sich GW Vallstedt für das morgige Derby in der Fußball-Bezirksoberliga gegen Mitaufsteiger VfB Peine: „Wir wollen zeigen, dass wir im Kreis Peine die Nummer eins sind“, erklärt Assem Leila. Soll heißen: Der Vallstedter Trainer erwartet von seiner Elf, „dass sie den Aufwärtstrend fortsetzt und drei Punkte holt“.

Die benötigt der Gastgeber aber noch dringender, steht er doch in der Tabelle weit unten. „Wir müssen unbedingt gewinnen“, fordert denn auch VfB-Coach Nick Gerull.

VfB Peine – SV GW Vallstedt. Die jüngste Bilanz der Gäste kann sich wahrlich sehen lassen: Sieben Zähler fuhren die Vallstedter in den vergangenen drei Partien ein, fast wären es sogar neun gewesen. „Doch leider hat Wolfenbüttel am vorigen Sonntag mit der letzten Aktion noch den Ausgleich erzielt“, erklärt GW-Trainer Assem Leila. Zufrieden mit den Seinen ist er dennoch. „Denn mittlerweile sind wir in dieser Klasse richtig angekommen“, konstatiert er.

Den Hebel umgelegt habe seine Mannschaft bei der mit 4:5 verlorenen Partie in Vorsfelde, sagt der Coach. Auslöser für den Aufwärtstrend war kurioserweise der Treffer, der die Vorsfelder mit 5:2 in Führung gehen ließ. „Danach lief es bei uns, fast hätten wir sogar noch das 5:5 erzielt.“ Doch obgleich die Aufholjagd nicht von Erfolg gekrönt war, verhalf sie den Spielern zu einer wichtigen Erkenntnis. „Jeder hat in diesem Spiel begriffen, dass es sich immer lohnt, zu rennen und zu kämpfen“, erklärt Leila.

Genau diese Attribute zeigten die Vallstedter fortan – und wurden dafür in Form von Punkten belohnt. „Weil alle über 90 Minuten die nötige Laufbereitschaft und Einsatz gezeigt haben. Deshalb sind die Tore auch zwangsläufig gefallen“, sagt der Coach. Ein Blick auf die Statistik untermauert diese Aussage: Die Grün-Weißen stellen mit 22 Treffern den derzeit besten Angriff in dieser Klasse. Allerdings birgt die offensive Ausrichtung auch Gefahren, die Defensive ist anfällig, hat bereits 19 Tore kassiert.

Doch das stört Leila nicht. „Wir könnten auch Beton anrühren, aber auf Dauer gewinnt man hinten keine Spiele.“ Dementsprechend wird er an der bislang bewährten Taktik nichts ändern. „Wir werden auch inPeine nach vorne spielen, schließlich wollen wir drei Punkte holen“, betont der Trainer, für den die morgige Partie eine ganz wichtige ist. „Die Spiele gegen Mitkonkurrenten muss man gewinnen. Sollte uns das gelingen und wir dann nächste Woche auch noch gegenCalberlah siegen, sind wir gut aufgestellt“, sagt Assem Leila, der auf Juri Rudi (Urlaub), Andreas Peters und Sascha Gnad (beide verletzt) verzichten muss.

Auch seinem Pendant steht nicht der komplette Kader zur Verfügung: Maik Düsterhöf (Kreuzbandriss) und Emrullah Kaya (Probleme mit der Leiste) fehlen nach wie vor, zudem ist René Bunk angeschlagen. Erschwerend hinzu kommt, dass die 0:1-Pleite in Fallersleben am vergangenen Sonntag dem Selbstvertrauen nicht gerade gut getan hat. „Es waren Kleinigkeiten, die die Partie entschieden haben: Die Abgeklärtheit und die Effektivität – dies hat den Unterschied ausgemacht“, resümiert VfB-Coach Nick Gerull.

Deutlich ist indes auch wieder geworden, „dass es uns am Durchsetzungsvermögen mangelt“, sagt Gerull. Allerdings müsse man das Durchschnittsalter der Mannschaft bedenken. „Viele Spieler sind noch jung und in der Entwicklung. Sie benötigen einfach noch ein bisschen Zeit.“Gleichwohl sei am Sonntag ein Sieg Pflicht, betont er. „Für uns zählen nur drei Punkte, alles andere hilft uns nicht weiter“, mahnt der Coach.

Um morgen den ersten Schritt in Richtung Nichtabstiegsplatz zu tun, „muss allerdings bei uns alles hundertprozentig passen“, sagt Gerull, der jedoch trotz der bisher dürftigen Bilanz von nur vier Zählern optimistisch ist. „Denn keiner lässt sich hängen, alle ziehen voll mit – und das stimmt mich positiv.“

Außerdem habe sich seine Mannschaft noch in keiner Begegnung abschießen lassen, „war in vielen Spielen gleichwertig“, erläutert Gerull, der die nächsten Wochen als wegweisend einordnet. „Weil wir da fast nur gegen Teams spielen, die in der Tabelle direkt vor uns liegen – wir können also die Tuchfühlung wieder herstellen.“

Peter Konrad

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