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Sport Regional Vallstedt und Trainer Leila trennen sich
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23:59 21.12.2009
Seine Weckrufe blieben unerhört: Trainer Assem Leila warf bei Grün-Weiß Vallstedt das Handtuch. Quelle: im
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Er ordnete Straftraining an, ein paar Tage später überraschte er die Vallstedter Mannschaft mit trainingsfrei. Er bauchpinselte seine Bezirksoberliga-Kicker in Einzelgesprächen und an anderen Tagen schimpfte er mit ihnen unter vier Augen. „Ich habe alles probiert, aber es hat nichts geholfen“, sagt Assem Leila. Nach zuletzt zehn Spielen mit nur einem Punkt hat der Trainer dem Vorstand des SV Grün-Weiß seinen Rücktritt angeboten. „Ich denke, dass ist mehr als fair von mir.“ Der Verein nahm das Angebot an.

Heute Abend verabschiedet sich Assem Leila von der Mannschaft. „Die letzten drei Monate waren eine Katastrophe“, sagt der 44-Jährige über den Absturz der Grün-Weißen in der Bezirksoberliga. Nach einem tollen Start wurde der Aufsteiger bis auf Platz zwölf durchgereicht. Zuletzt wurde das Team auch noch düpiert, verlor 0:5 beim anderen Aufsteiger Dosluk Spor Osterode. „Ich bin sicherlich nicht frei von Fehlern, aber zu 90 Prozent ist unsere Misere mit der Leistung der Mannschaft begründet. So eine Larifari-Einstellung wie zuletzt reicht einfach nicht“, kritisiert Leila.

Insbesondere in der Abwehr zeigten sich die Vallstedter bisher nicht bezirksoberligatauglich. Mit 50 Gegentoren stellen sie die zweitwackeligste Defensive der Liga. „Da haben sich die Ausfälle von Martin Wypych, Eugen Leibham und Marcel Mädler zu sehr bemerkbar gemacht“, erklärt Leila. Während Wypych aus beruflichen Gründen nicht mehr für Vallstedt aufläuft, sind die anderen beiden Defensivspezialisten in der Rückserie dabei. Leila hätte sich auch zugetraut, die Mannschaft in der Liga zu halten. „Wenn der Klub aber meint, es geht besser ohne mich, dann muss ich das akzeptieren, dafür habe ich Verständnis“, sagt Leila. Ob er sich nach seinem Rücktrittsangebot mehr Rückendeckung vom Klub gewünscht hätte? Diese Frage möchte der Braunschweiger nicht beantworten. Klare Antworten auf eine Weiterbeschäftigung hätte die Mannschaft mit Siegen geben können. Doch daran haperte es, nur 4 gelangen in 16 Spielen. „Ich glaube nicht, dass die Mannschaft gegen mich gespielt hat“, betont Leila, „aber sie hat leider auch nicht für mich gespielt.“

Dennoch möchte er in Freundschaft gehen. „Ich bin sehr verwurzelt in Vallstedt“, betont der aus Syrien stammende Zahntechniker, der für die Grün-Weißen einst auch selber spielte. Trainiert hat er die Mannschaft seit April 2008. Zunächst in Zusammenarbeit mit Stephan Mau, kurz danach als Cheftrainer. Gemeinsam mit seinem Stellvertreter Michael Nietz schaffte Leila im Mai dieses Jahres den direkten Wiederaufstieg in die Bezirksoberliga.

Nietz ist es auch, der die Mannschaft übernimmt. „Ich freue mich, dass der Klub mir das Vertrauen ausgesprochen hat“, sagt der 43-Jährige. Sein Vorgänger traut ihm den Klassenerhalt zu. „Michael hat die Fachkompetenz. Er ist ein guter Trainer“, lobt Leila. Manager Michael Giesemann bedauert die Entwicklung: „Ich schätze Assem nicht nur als Sportler sondern auch als Menschen. Doch sein Rücktrittsangebot zeugt auch von Resignation. Deshalb haben wir uns so entschieden.“ Von der Mannschaft erwartet Giesemann eine klare Leistungssteigerung. „Das was sie zuletzt fabriziert hat, war eine glatte Sechs.“

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