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Traum erfüllt: Marie schwimmt ins Finale

Behinderten-Schwimmfest Traum erfüllt: Marie schwimmt ins Finale

Mexikanerinnen, Iranerinnen oder Südafrikanerinnen waren am Start - und eine Peinerin. Marie Flor vom Peiner Schwimmverein hatte sich für die Internationale Deutsche Meisterschaft in Berlin qualifiziert. Das ist der größte Wettkampf für Behinderten-Schwimmer in Europa.

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Ein Blick unters Hallendach der Schwimm- und Sprunghalle im Europa-Sportpark Berlin. Starter aus 40 Nationen schwammen bei der IDM in Berlin.

Quelle: Karola Flor

Die 16-jährige Rosenthalerin wird die Meisterschaft in guter Erinnerung behalten - unter anderem weil sie mit der mehrfachen Weltrekordlerin Kirsten Bruhn in einem Lauf starten durfte.

Die Qualifikation gleich für sieben Starts hatte Marie Flor herausgeschwommen. Über 200 Meter Rücken durfte sie sich mit einer der bekanntesten Aktiven im deutschen Behindertensport messen - mit Kirsten Bruhn. Die Paralympics-Goldmedaillengewinnerin musste sich nur knapp der Berlinerin Daniela Schulte geschlagen geben, die in Weltrekordzeit von 2:50,88 Minuten siegte. Die nach einer Wirbelsäulenerkrankung auf den Rollstuhl angewiesene Marie Flor schwamm die Strecke in 4:28,25 Minuten, zählte aber zu den Jüngsten in der Frauenklasse.

Perfekt lief es für die Gunzelin-Realschülerin über 50 Meter Brust. Mit einer Zeit von 1,00,07 Minuten erreichte sie das Finale der besten zehn Schwimmerinnen der A-Jugend. Jede Schwimmerin wurde einzeln vorgestellt, eine Kamera übertrug Bilder an die große Anzeigetafel. „Das war richtig cool. Einmal ins Finale - das hatte ich mir immer erhofft“, sagte Marie Flor. Im Finale bestätigte sie ihre Zeit noch einmal und wurde in 1:00,28 Minute Achte.

Eine Medaille fischte die Rosenthalerin dann sogar auch noch aus dem Wasser. Mit der Niedersachsen-Staffel holte sie Silber über 4x50-Meter-Freistil.

Spannend waren die Meisterschaften nicht nur wegen zahlreicher Welt- und Europarekorde, die purzelten, sondern auch weil man Schwimmer aus der ganzen Welt kennen lernen konnte. „Vor allem die Südafrikaner haben auf der Tribüne richtig Krach gemacht“, freute sich auch Marie Flor über Anfeuerungsrufe. Zudem bekam die 16-Jährige einen Einblick in die Arbeit von Fernsehleuten. „Ein Kamerateam begleitete für ein Projekt drei Sportler“, schilderte Mutter Karola Flor.

Marie hat nicht nur zahlreiche Eindrücke mitgebracht sondern auch ein gelbes Armband, das allen behinderten Sportlern Mut macht: „Du kannst mehr als du denkst“ steht dort drauf geschrieben.

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