Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Sport Regional „Thorsten wusste schon als Kind, was er werden will: Olympiasieger“
Sportbuzzer Sportmix Sport Regional „Thorsten wusste schon als Kind, was er werden will: Olympiasieger“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:44 22.02.2018
Der Moment, als Gold feststeht: Anschieber Thorsten Margis (links) feiert mit Pilot Francesco Friedrich den Olympia-Sieg im Zweier-Bob. Quelle: AP/Andy Wong
Kreis Peine

„Wenn du alles gibst, kannst du dir nichts vorwerfen“ – wie das auf Koreanisch klingt, hat Bob-Anschieber Thorsten Margis in einem lustigen Kurz-Video vor den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang für die Deutsche Sporthilfe vorgelesen – und musste dabei selber grinsen. Über das ganze Gesicht gestrahlt hat der frühere Zehnkämpfer und U20-WM-Teilnehmer der LG Peiner Land auch gestern. Und alles gegeben hat er auch! Die Aufholjagd zu Gold, sie ist dem 102-Kilo-Kraftpaket mit Pilot Francesco Friedrich tatsächlich noch geglückt. Beim Zweier-Bob-Thriller mit historischem Doppel-Gold fieberten zahlreiche ehemalige Leichtathletik-Weggefährten aus dem Peiner Land mit.

Freuden-Tränen gekullert sind vorm Fernseher bei Schwester Jacqueline, die einst als Jugendliche den Speer so weit warf, dass sie es zu mehreren DM-Teilnahmen für die LG Peiner Land schaffte. „Der absolute Wahnsinn, dass die beiden Gold geholt haben. Ich habe die Spannung kaum ausgehalten. Thorsten hat sich als Kind in mein Freundschaftsbuch eingetragen, und schon damals wusste er, was er mal werden will: Olympiasieger“, sagte die jüngere Schwester des Bob-Helden.

Dass es Thorsten Margis mal zu Olympia schafft – davon war sein früherer Sportlehrer am Gymnasium Groß Ilsede überzeugt. „Allerdings habe ich gedacht, er packt es im Zehnkampf“, sagt Siegfried Mildner. Von der siebten bis zur zehnten Klasse hat er den Blondschopf unterrichtet und unter anderem darüber gestaunt, wie er den 200-Gramm-Ball 80 Meter über den Sportplatz donnerte. „Thorsten hat als Schüler zu unserer glorreichen Zeit im Jugend-trainiert-für-Olympia-Wettkampf beigetragen. Viermal haben wir es zum Bundesfinale nach Berlin geschafft“, erinnert sich Mildner. Schon damals sei er einen Kopf größer als alle anderen gewesen und habe vor Ehrgeiz gebrannt. Und: „Er war eine Stimmungskanone für das Team“, betont Mildner, der sich noch gut an eine Fahrt zum Landesentscheid nach Stade erinnert. „Thorsten hat im Zug alle unterhalten.“

Beste Fernseh-Unterhaltung war der vierte Lauf im Zweierbob-Krimi, den Margis und Pilot Francesco Friedrich in die Bahn zauberten. Nach Platz 5 am ersten Tag doch noch Olympia-Sieger, zeitgleich mit Kanada. „Ich bin noch immer total unter Strom und weiß nicht, wann ich schon mal so aufgeregt und angespannt vorm Fernseher mitgefiebert habe“, verriet Margis’ frühere LG-Klubkollegin Katrin Pfitzner. Die Ex-Mehrkämpferin wunderte die Aufholjagd nicht. „Ich habe auch nach dem 2. Lauf fest daran geglaubt, dass die beiden es packen können. Je mehr Druck, desto besser und schneller fahren sie! Und am Start sind sie fast immer die Stärksten. Thorsten hat es sich verdient, weil er schon immer ein absoluter Kämpfer war“, gratulierte Pfitzner.

Der stellvertretende LG-Vorsitzende Steffen Knoblauch freut sich schon, wenn Thorsten Margis seinen früheren Verein wieder zu einem besonderen Termin besucht: Die frühere Trainingsgruppe trifft sich einmal im Jahr zum Hockey-Spiel, damit haben sich die Athleten vor ihren Einheiten in Edemissen aufgewärmt. „Thorsten vom Ball zu trennen, ist schwierig, der bringt schließlich ordentlich Masse mit“, scherzt Knoblauch. Der ganze Verein habe sich riesig über Olympia-Gold gefreut, in der Whats-App-Gruppe auf dem Handy reihte sich Nachricht an Nachricht. „Stolz sind wir auf jeden Fall auch“, betont Knoblauch, schließlich habe LG-Jugend-Trainer Helmward Möller irgendwie auch seinen Anteil daran, dass Margis so schnell sprinten kann.

Herbert Schrader, früherer Leiter der LG Peiner Land, fieberte gestern vor dem Fernseher mit: „Es ist ein tolles Gefühl, Thorsten siegen zu sehen. Ich hatte ihn früher in den Leichtathletik-Schülerklassen begleitet. Zuletzt hatte ich ihn Gründonnerstag gesehen, als er zum Treffen seiner damaligen Trainingsgruppe gekommen ist. Da hat er lange über das Bobfahren und seine Erfahrungen erzählt. Es war ein sehr interessanter Abend.“

Von Christian Meyer und Matthias Press

Nach zwei Niederlagen in Folge setzten sich Edemissens Landesliga-Handballerinnen überraschend klar beim zuletzt hochgehandelten MTV Braunschweig durch. Die Abwehr stand beim 27:20-Erfolg sehr kompakt und Rechtsaußen Teresa Carmon lieferte eine starke Partie ab. Gleich acht Tore gelangen ihr.

21.02.2018

Das kleinste Dorf der Liga hat ganz groß gefeiert: Bereits zwei Spieltage vor Saisonende haben Vallstedts Regionalliga-Volleyballer den Klassenerhalt perfekt gemacht. Der Aufsteiger behielt wie im Hinspiel gegen den Oldenburger TB die Nerven und drehte einen 0:2-Satzrückstand noch in einen 3:2-Krimi-Sieg. Danach wurde bis 5 Uhr morgens gefeiert.

21.02.2018

Edemissens Landesliga-Handballer haben den Titelaspiranten Groß Lafferde und Zweidorf/Bortfeld Schützenhilfe geleistet. Denn die HSG Nord schaffte trotz Mini-Kaders gegen den Tabellendritten Moringen einen überraschenden 29:27-Auswärtssieg. Bärenstark dabei: Mark Zerter mit zehn Toren.

21.02.2018