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Sven Kastens lässt den VfB/SC jubeln

Badminton, 2. Bundesliga Sven Kastens lässt den VfB/SC jubeln

Nach 150 Minuten war die Überraschung perfekt: Sven Kastens nutzte im Spitzen-Einzel gegen den TSV Trittau II seinen zweiten Matchball zum 3:0-Sieg und sicherte damit dem VfB/SC Peine vor 150 begeisterten und johlenden Fans einen Punkt im Kampf um den Klassenerhalt in der 2. Badminton-Bundesliga.

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Mental stark: Sven Kastens sicherte dem VfB/SC im letzten Einzel den Punkt.

Quelle: Isabell Massel

Peine. Nach 150 Minuten war die Überraschung perfekt: Sven Kastens nutzte im Spitzen-Einzel gegen den TSV Trittau II seinen zweiten Matchball zum 3:0-Sieg und sicherte damit dem VfB/SC Peine vor 150 begeisterten und johlenden Zuschauern einen wichtigen Punkt im Kampf um den Klassenerhalt in der 2. Badminton-Bundesliga. „Dass wir gegen den Tabellenzweiten nur 3:4 verlieren, ist schon eine kleine Sensation – und es wäre sogar mehr möglich gewesen“, bilanzierte Coach Heiner Brandes.

VfB/SC Peine – TSV Trittau II 3:4 (10:16 Sätze). Nach fünf Partien sah es jedoch nicht nach einem Punktgewinn für den VfB/SC aus, lag er doch mit 1:4 hinten. Für den einzigen Zähler bis dahin hatten Lucas Gredner und Niclas König im ersten Herren-Doppel gesorgt – im fünften Satz behielten sie in der Verlängerung die Nerven und setzten sich nach vielen spektakulären Ballwechseln mit 13:11 durch.

Anschließend jedoch ging unerwartet das zweite Herren-Doppel verloren. „Wir sind fest davon ausgegangen, dass wir dieses Spiel gewinnen“, sagte Kapitän Lucas Gredner. Dabei fingen Sven Kastens und Daniel Porath auch stark an, entschieden Durchgang eins ungefährdet zu ihren Gunsten.

„Doch danach haben wir uns fast mehr auf das Geschehen auf dem Spielfeld nebenan konzentriert als auf unser eigenes Spiel“, gestand Kastens. Grund: das erste Herren-Doppel ging in seine entscheidende Phase. „Wir haben uns ablenken lassen und sind dadurch völlig aus dem Rhythmus gekommen.“ Folglich unterlagen die beiden Peiner mit 1:3. „Sehr ärgerlich war das – und so etwas darf auch nicht passieren“, erklärte Kastens.

Wenig später bekam der Routinier jedoch die Möglichkeit, diesen Fauxpas wieder gutzumachen. Denn nachdem Frank Juchim den VfB/SC durch seinen 3:0-Erfolg im Einzel auf 2:4 herangebracht hatte, musste Kastens die letzte Partie des Tages gewinnen, um seinem Team zumindest einen Zähler zu sichern – und im Duell zweier ehemaliger Nationalspieler hielt die Peiner Nummer 1 dem Druck stand. In einer hochklassigen und sehr engen Partie setzte er sich gegen Patrick Kämnitz mit 12:10, 12:10 und 12:10 durch. „Ich kenne Patrick gut und wusste deshalb auch, dass er in engen Spielsituationen nervös wird – und die Satzergebnisse zeigen ja auch, dass es so war. Er war mir zwar physisch überlegen, aber am Ende hat das Mentale den Ausschlag gegeben“, erläuterte Sven Kastens.

Ähnlich sah es sein Trainer. „Entscheidend war die Nervenstärke von Sven – er ist die Ruhe selbst, auch wenn es Fehlentscheidungen gegen ihn gibt“, lobte Brandes, der das Endresultat jedoch zwiespältig bewertete. „Es war mehr drin für uns, deswegen sehe ich das 3:4 auch mit einem lachenden und einem weinenden Auge.“ Aber letztlich überwog die Freude. „Ich bin super zufrieden, schließlich haben wir gegen den Zweiten gepunktet.“

Dass dies gelungen ist, „lag auch den Zuschauern. Die Stimmung war erneut fantastisch – in den meisten anderen Hallen der 2. Liga geht es wesentlich ruhiger zu“, sagte Lucas Gredner, der froh über den einen Zähler war. „Er ist nicht nur für die Tabelle wichtig, sondern vor allem für das Selbstvertrauen – ein 2:5 wäre echt bitter gewesen“, sagte Lucas Gredner.

Die Spiele: Niklas König/ Lucas Gredner – Patrick Kämnitz/Daniel Seifert 5:11, 11:8, 9:11, 12:10, 12:10; Laura Gredner/Lisa Behme – Kate Foo Kune/Aneta Wojtkowska 9:11, 3:11, 12:10, 8:11; Sven Eric Kastens/Daniel Porath – Alexander Strehse/Rasmus Zander 11:5, 10:12, 4:11, 5:11; Kastens – Kämnitz 12:10, 12:10. 12:10; Behme – Foo Kune 5:11, 4:11, 5:11; Gredner/Gredner – Seifert/ Wojtkowska 11:5, 6:11, 8:11, 2:11; Juchim – Strehse 11:7, 11:5, 11:9.

Von Peter Konrad

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