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Sport Regional Super-Serie hält: Jahn ärgert auch die SG
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17:01 25.01.2016
Kristina Feistel (am Ball) erzielte im Derby zwei Tore für Zweidorf/Bortfeld. Am Ende jubelten aber die Jahnerinnen (blau). Quelle: Isabell Massel
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Von Jürgen Hansen

MTV Vater Jahn Peine - SG Zweidorf/Bortfeld 22:20 (12:9). In der Schlussminute hätte es noch einmal eng werden können: SG-Spielerin Denise Schnepel lief einen Konter, traf allerdings nur den Pfosten. So blieb es beim Zwei-Tore-Vorsprung des MTV. Als kurz danach der Abpfiff ertönte, versanken Peines Spielerinnen mitsamt ihren Trainern in einem einzigen Jubel-Knäuel. Für Jahn-Coach Carsten Bührig war der Erfolg seiner Mannschaft verdient. „Auch wenn ich eingestehen muss, dass die SG durch die Ausfälle der Kelkert-Schwestern geschwächt war.“ Sein Pendant Andreas Bremer, der vier Spielerinnen aus Zweidorf/Bortfelds 2. Damen einsetzte, schlug in die gleiche Kerbe. „Davon ab geht Vater Jahns Sieg aber in Ordnung. Sie waren besser als wir.“

Nach ausgeglichenem Beginn (6:6) zog der MTV den Gästen zunehmend den Zahn. Und zwar in erster Linie dank einer starken Abwehrleistung. „Wir standen hinten etwas defensiver als sonst. Dadurch erzielte die SG besonders erste Halbzeit kaum Tore über den Kreis“, berichtete Bührig. Sein Team enteilte zwischenzeitlich sogar auf (12:7). Unachtsamkeiten sorgten anschließend dafür, dass die Zweidorf/Bortfelderinnen kurz vor der Pause noch auf zwei Tore herankamen.

Nach dem Wechsel überzeugte der MTV weiter mit guter Abwehrarbeit. Auch nach vorn lief es, die SG wurde mit Tempospiel unter Druck gesetzt. Überragend dabei war Linksaußen Michelle Thurau, die sich immer wieder dynamisch durchsetzte und neun Tore warf. Auf der Gegenseite stand ihr Zweidorf/Bortfelds bewegliche Kreisläuferin Aileen Gersdorf in nichts nach. „Aileen spielte stark. Sie hat diese Saison ein Riesenschritt nach vorn gemacht“, lobte Bremer die achtfache Torschützin.

Bis Mitte der zweiten Hälfte schraubten die Gastgeberinnen ihren Vorsprung auf 20:15. „Danach waren wir vorn einige Male überhastet. Und in der Abwehr wurde nicht mehr so gut verschoben“, erläuterte Jahn-Coach Bührig , weshalb der Vorsprung auf 19:21 schmolz (57.) und es noch einmal spannend wurde. Das Geschehen der folgenden Minute entschied dass Spiel. Zunächst traf der MTV trotz Unterzahl zum 22:19, im Gegenzug scheiterte die SG an Peines Torhüterin Karoline Kilsbach.

Während Bührig in der Analyse mit der Leistung seiner Mannschaft „sehr zufrieden“ war, tadelte Bremer: „Insgesamt haben wir zu viele technische Fehler gemacht.“ Nach dem Schlusspfiff zeigten sich beide Trainer, die früher gemeinsam in Jahns Verbandsliga-Mannschaft spielten, einträchtig. Sieger Bührig umarmte Bremer und sagte zu ihm: „Viel Erfolg in der Oberliga. Ihr packt den Aufstieg.“

Nach drei Niederlagen in Folge haben Vater Jahns Landesliga-Handballer Druck vom Kessel genommen. Sie stoppten ihren Negativtrend, bezwangen den Tabellenfünften Warberg und verschafften sich damit etwas Luft im Abstiegskampf.

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