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Stederdorferin trifft Tischtennis-Legende

Tischtennis-Team-EM Stederdorferin trifft Tischtennis-Legende

Ein paar Bälle mit einer deutschen Tischtennis-Legende schlagen – über dieses Erlebnis durfte sich Duttenstedts Ex-Verbandsliga-Spielerin Izabela Hornburg als Besucherin am Rande der Team-EM in Luxemburg freuen. Die Stederdorferin traf dort die Ex-Europameisterin und Olympionikin Olga Nemes.

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Izabela Hornburg (links) mit der mehrfachen Deutschen Meisterin und Olympionikin Olga Nemes bei dem Treffen in Luxemburg.

Quelle: privat

Stederdorf.

Die Stederdorferin schlug einst für die polnische Nationalmannschaft auf und war ebenso international unterwegs wie Olga Nemes. Als Besucher der Team-EM plauderten beide nun zusammen. Nemes hatte es nicht weit. Sie lebt inzwischen in Luxemburg, arbeitet dort als Trainerin und spielt in dem kleinen Land in der 1. Liga bei den Herren mit. Izabela Hornburg erfuhr viel Interessantes von der Ex-Jugend-Europameisterin. Zum Beispiel über ihre Flucht nach Deutschland. Olga Nemes war im kommunistischen Rumänien aufgewachsen, gehörte allerdings zu einer schikanierten ungarischen Minderheit im Land. Im Oktober 1983 setzte sie sich nach einem Turnier mit der rumänischen Mannschaft in der Schweiz ab. „Im Kofferraum eines Auto wurde sie nach Deutschland eingeschmuggelt. Sie war damals gerade einmal 15 Jahre alt“, schildert Izabela Hornburg. Sportlich läuft es für die mit 14 Jahren jüngste Siegerin aller Zeiten des Europa-Top-12-Turniers in Deutschland von Anfang an zwar rund, sie darf fortan für Stuttgart in der Bundesliga schupfen und schmettern. Doch sie berichtet der Stederdorferin von einem schweren Start in Baden-Württemberg. Denn: Sie vermisst ihre Eltern und ihre Schwester, die erst drei Jahre später nach Deutschland einreisen dürfen.

Olga Nemes setzt ihren sportlichen Höhenflug danach fort, gewinnt mit Deutschlands Frauen zweimal die Team-EM, wird mehrfache deutsche Meisterin, holt Team-WM-Bronze und darf bei drei Olympischen Spielen für Deutschland starten. „1995 schaffte sie sogar etwas Besonderes, nur zwei Monate nach der Geburt ihres Sohnen gewann sie das Double bei der Deutschen Meisterschaft mit Siegen im Einzel und Doppel“, berichtet Izabela Hornburg, die begeistert war vom Treffen: „Ich schätze an Olga ihre Herzlichkeit, ihren Sinn für Humor und die Bodenständigkeit.“

Von Redaktion

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