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Sören Falkenhain ist Europameister

Wildwasser-Rennsport Sören Falkenhain ist Europameister

„Damit hätte ich nie gerechnet“, freute sich Sören Falkenhain. Der Wildwasser-Kanute vom MTV Vater Jahn Peine ist mit der deutschen Mannschaft Europameister geworden. Zudem holte er in der Einzelwertung auf der Classic-Distanz Rang fünf und ist damit zweitbester Deutscher.

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Sören Falkenhain auf der Adda. Mit dem Mannschafts-Europameistertitel kehrte der Jahner aus Italien zurück.

Quelle: oh

Bereits anderthalb Wochen vor dem Wettkampf war Falkenhain nach Sondrio in Italien gereist, wo in diesem Jahr die Europameisterschaften der Senioren im Wildwasser-Rennsport ausgetragen wurden. So waren für ihn viele Trainingsfahrten auf der technisch sehr anspruchsvollen Strecke auf der Adda möglich.

Die ersten Tage führte der Fluss Hochwasser und war durch hohe Wellen und große Walzen nicht gerade einfach zu befahren. „Doch ich hatte schon bald den besten Weg herausgefunden und konnte mich auf die am vergangenen Mittwoch beginnenden Rennen vorbereiten“, sagte der 19-Jährige. Auch der zum Rennen hin stark fallende Wasserstand konnte ihn nicht beunruhigen, da die Wege auf der Strecke größtenteils die gleichen blieben.

Falkenhain, der sich über die nationalen Rennen für den Classic-Wettbewerb qualifiziert hatte, setzte sich als Ziel, zu den drei besten Deutschen zu zählen und eventuell eine Top-10-Platzierung herauszufahren. Das klappte: Der Sportsoldat wurde über die Classic-Distanz zweitbester Deutscher und mit nur vier Sekunden Rückstand auf die Medaillenplätze überraschend Fünfter. „Ich wusste schon, dass ich gut drauf war, aber dass ich mit der Weltspitze mithalten könnte, hätte ich nicht gedacht. Schließlich ist es ja erst mein zweites Jahr bei den Senioren und mein erster internationaler Einsatz“, sagte Falkenhain.

Durch diese Leistung war er auch für das folgende Mannschaftsrennen qualifiziert. Hier hatten neben den Deutschen mit Frankreich, Tschechien und Slowenien insgesamt vier Teams Chancen auf die Medaillenränge. Das deutsche Team, in dem Falkenhain zusammen mit Achim Overbeck aus Braunschweig und Tobias Bong aus Köln fuhr, ging als vorletztes auf die Strecke. Anhand der Zwischenzeiten wurde schnell klar, dass es ganz eng werden würde. Die Deutschen lagen zur Hälfte der Strecke auf Platz vier mit rund zwei Sekunden Rückstand auf der ersten Platz.

„Die Strecke wird zum Ende hin immer einfacher und es ist möglich, durch ein gutes Wellenfahren der Athleten noch viel Zeit herauszuholen“, erläuterte Falkenhain. So haben Overbeck und Bong den Peiner, der nach der Hälfte der 14-minütigen Strecke mit seinen Kräften schon völlig am Ende war, auf die sogenannte Kreuzwelle genommen, und sie schafften es, noch einen Vorsprung von 2,5 Sekunden auf Tschechien und 4 Sekunden auf Frankreich herauszufahren und sicherten sich damit den Europameistertitel.

„Das ist der bislang größte Erfolg meiner Karriere. Ich bin ja vor zwei Jahren schon Vize-Weltmeister der Junioren geworden, aber ein internationaler Titel bei den Senioren ist natürlich in seiner Wertigkeit weitaus höher anzusehen“, sagte der Jahner.

Matthias Press

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